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Rund 3.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene hatten sich auf dem Roncalliplatz versammelt.

Roncalliplatz: „Inklusion - aber richtig!" - 3.000 fordern qualitative Standards für Inklusion an Schulen

Köln | Rund 3.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene hatten sich heute Mittag unter dem Motto „ Inklusion ist wichtig – aber richtig!“ auf dem Kölner Roncalliplatz neben dem Dom versammelt, um ihren Unmut gegenüber einer geplanten Änderung des Schulgesetzes die Inklusion an Schulen betreffend auszudrücken. Veranstalter war die Elternschaft der größten inklusiven Gesamtschule in NRW in Köln-Holweide zusammen mit Eltern zahlreicher weiterer Schulen im Regierungsbezirk Köln.

Die Eltern an der Gesamtschule Köln-Holweide setzten eine vorangegangene Aktion fort und hatten zur Teilnahme an einem Informationstag unter dem Tagesmotto „Dringender Notfall – Rettungseinsatz für die Inklusion“ aufgerufen. In einem Zug vom Ebertplatz über Hansaring, Eigelstein, Marzellenstraße, Unter Fettehennen waren sie mit Transparenten und teilweise verkleidet als Mediziner – um auf den „Patienten“ Inklusion aufmerksam zu machen - zu einer Abschlusskundgebung auf dem Roncalliplatz gegangen.

Unverändert unterstütze man die Fortentwicklung der Inklusion auf dem Weg der Ausweitung des Gemeinsamen Unterrichts (GU) an immer mehr Regelschulen im Land, so die Initiatoren. Unverändert müsse man aber auch feststellen, dass das 9. Schulrechtsänderungsgesetz (SchRÄG) entgegen der Ankündigung dafür keine Voraussetzung schaffe. So drohten den bestehenden und erfolgreich arbeitenden GU-Schulen drastische Verschlechterungen der Bedingungen, die dann auch für die neuen GU-Schulen gleich den Übergang in eine „SchRÄG-Lage“ bedeuteten, so die Initiatoren weiter.

Die Elternschaft der Gesamtschule Köln-Holweide fordert von der Politik die Entwicklung und Festlegung von qualitativen Standards für die Inklusion und anstelle einer rein haushaltstechnisch geprägten Stellenplanung.

Hier die wichtigsten Forderungen im Original-Wortlaut:

- Beibehaltung der Bedingungen, die heute und seit Jahren die Inklusion an bestehenden GU-Schulen sichert und neuen GU-Schulen als Grundlage für die Entwicklung der Inklusion bedeutet

- Sicherstellung von ausreichend qualifizierten Lehrkräften und ein realistisches Zeitfenster für die programmatische Planung und Umsetzung der Konzepte an den neuen GU-Schulen

- Keine Vergrößerung der Klassen und kein Abbau von Stellen für sonderpädagogische Lehrkräften in den GU-Schulen

- Beibehaltung einer Doppelbesetzungsquote von mindestens 50%

- Keine Diskussion und Entscheidung zu einem Gesetz, das den Anspruch von Kindern mit und ohne Förderbedarf ignoriert.

Hintergrund:

Das 9. Schulrechtsänderungsgesetz (SchRÄG) zur Inklusion soll im Landtag NRW am 25./26.9.2013 verabschiedet werden. Dieses wirft laut der Elternschaft der Gesamtschule Holweide zahlreiche Probleme auf und zieht eine Verschlechterung der bestehenden Situation nach sich.

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