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BA: Viele Flüchtlinge wollen lieber rasch verdienen als Ausbildung beginnen

Berlin | Flüchtlinge nehmen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) oft lieber einen Hilfsjob an, als eine Ausbildung zu beginnen: "Wir stellen fest, dass viele Flüchtlinge möglichst schnell Geld verdienen wollen. Sie wollen und müssen damit häufig ihre Angehörigen in der Heimat finanziell unterstützen, manchmal auch noch horrende Schulden an Schlepperbanden zurückzahlen", sagte Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Nürnberger Behörde der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Nach Angaben Beckers ist den Schutzsuchenden der hohe Stellenwert von beruflicher Ausbildung in Deutschland "nicht bewusst".

Dies werde "noch nicht richtig eingeschätzt". Dabei zahlt es sich langfristig finanziell aus, in die Lehre zu gehen: Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung verdienen laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung über ihr Erwerbsleben hinweg knapp 250.000 Euro mehr als Ungelernte. Das Problem ist auch bei den Handwerks- sowie den Industrie- und Handelskammern bekannt.

"Gut ausgebildete Fachkräfte werden selten arbeitslos und haben deutlich bessere Verdienstaussichten." Deshalb sei es wichtig, Flüchtlinge ohne Berufs- und Studienabschluss frühzeitig über die Chancen einer beruflichen Ausbildung zu informieren, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer der SZ. BA-Vorstand Becker setzt auf eine intensive Beratung, um Flüchtlinge von einer Lehre zu überzeugen. Helfen solle dabei die berufsbegleitende Qualifizierung.

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