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"Eurowings": Köln/Bonn Standort für neue Lufthansa-Tochter

Köln | aktualisiert | Die Lufthansa hat sich für den Flughafen Köln/Bonn als Standort für ihre neue Langstrecken-Airline "Eurowings" entschieden. Ab Herbst 2015 wird der Flughafen Köln/Bonn die Heimatbasis der neuen Fernflug-Airline der Lufthansa. Das teilte der Lufthansa-Konzern heute mit. In Köln soll zudem die kommerzielle Steuerung der neuen Lufthansa-Tochter angesiedelt werden. Euphorisch feiert Flughafen-Chef Garvens, Oberbürgermeister Jürgen Roters und der stellvertretende IHK Geschäftsführer Dr. Ulrich Soénius die Entscheidung für den Standort Köln. Allerdings fordert die IHK sofort auch den Erhalt der Nachtflugregelung für den Köln Bonn Airport.

Neben den europäischen Strecken werde die "neue Eurowings" in Zusammenarbeit mit der deutsch-türkischen Fluggesellschaft SunExpress Ende 2015 auch günstige Langstreckenangebote auf den Markt bringen, so Lufthansa. Dazu sei mit SunExpress, einem Joint-Venture-Unternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, ein „Letter of Intent“ unterzeichnet worden.

Demzufolge sollen die Interkontinentalflüge unter der Marke "Eurowings" im AOC (Air Operator Certificate oder Luftverkehrsbetriebszeugnis) der SunExpress Deutschland mit Cockpit- und Kabinencrews der SunExpress Deutschland fliegen. Die ersten interkontinentalen Ziele sollen unter anderem in Florida, dem Indischen Ozean und im südlichen Afrika liegen. Für diese Verbindungen kommen laut Lufthansa zunächst drei Airbus A330-200 mit jeweils 310 Sitzen zum Einsatz. Die Langstreckenflotte soll in den kommenden Jahren auf bis zu sieben Flugzeuge vom Typ A330-200 ausgeweitet werden.

Wie bereits bei der Lufthansa-Tochter "Germanwings" soll das neue Langstreckenangebot dem Kunden die Wahlmöglichkeit zwischen gestaffelten Tarifen geben. Heimatbasis für den Start der neuen Langstreckenflotte wird der Flughafen Köln/Bonn sein. Bis zuletzt waren Köln und Düsseldorf als mögliche Standorte neben München für die neue Lufthansa-Airline im Gespräch.

Stimmen

Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung, Flughafen Köln/Bonn GmbH: „Die Entscheidung, mit der neuen ‚Eurowings‘ nach Köln/Bonn zu kommen, ist der zweite historische Erfolg für den Flughafen, der wieder eng mit dem Namen Lufthansa verbunden ist. Vor mehr als 10 Jahren haben wir in Köln/Bonn mit dem Low-Cost-Verkehr angefangen und die  Germanwings aus der Taufe gehoben. Jetzt eröffnet sich die Chance, dieses Low-Cost-Konzept auf die Langstrecke zu übertragen und damit erneut ein für Deutschland völlig neues Konzept an den Start zu bringen. Darüber freuen wir uns sehr, denn es ist ein Beleg für die Standortqualität dieses Flughafens und auch ein Vertrauensvorschuss. Dieses Vertrauen wollen und werden wir gern zurückzahlen, indem wir unser Bestes geben, um die neue ‚Eurowings‘ erfolgreich in die Luft zu bringen.“

Oberbürgermeister Jürgen Roters: „Mit dieser Entscheidung hat der Köln Bonn Airport den Aufstieg in eine neue Liga geschafft! Nach der Grundsatzentscheidung, den Low Cost-Bereich bei der Kurz- und Mittelstrecke intensiv auszubauen, ist dies der nächste Meilenstein in der Entwicklung unseres Köln Bonn Airports. Wir sind gut für diesen weiteren Schritt gerüstet. Die Aufbauarbeit in den vergangenen Jahren hat sich gelohnt. Diese Nachricht wird die dynamische Entwicklung des Flughafens weiter beflügeln. Die günstigen Langstreckenverbindungen zu weltweiten Destinationen geben der internationalen Ausrichtung unseres Wirtschaftsstandorts einen weiteren Anschub. Köln/Bonn ist jetzt auch per Flugzeug mit aller Welt verbunden – wie unsere Messe und viele unserer Unternehmen in der Region. Der Köln Bonn Airport habe bei der Entscheidung mit seiner modernen Infrastruktur, seiner guten Verkehrsanbindung per Autobahn und seinem ICE- und S-Bahn-Anschluss gepunktet. Hinzu kommt die Entscheidung des Kölner Rates, ab Ende 2015 den Kölner Fernbusbahnhof dort einzurichten. Wir werden uns auch weiterhin gut positionieren.“

Dr. Ulrich Soénius, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer: „Wir freuen uns über diesen Entwicklungsschritt, den der Flughafen mit der Stationierung der Flotte macht. Durch diese Entscheidung geht der Standort Köln gestärkt in den internationalen Wettbewerb und wird noch mehr Beachtung im internationalen Vergleich finden. Daraus können sich neue Geschäfts- und Entwicklungschancen für das gesamte Rheinland ergeben, die es zu nutzen gilt. Der Flughafen hat sich mit der Strategie zur Ansiedlung von Low-Cost-Carriern und als europäischer Fracht-Hub zukunftsweisend aufgestellt. Umso wichtiger ist jedoch auch der Erhalt der gültigen Nachtflugregelung für den Standort.“

 Ute Berg, Beigeordnete für Wirtschaft und Liegenschaften: „Die Wahl der Lufthansa, ihre neuen Langstreckenflüge von Köln aus zu starten, bestätigt die hervorragenden Standortqualitäten der Kölner Region und des Flughafens Köln-Bonn. Für die Unternehmen im Kölner Wirtschaftsraum bieten die neuen  Interkontinentalverbindungen in den asiatischen Raum, in die USA und in das südliche Afrika interessante Perspektiven. Damit gewinnt der Standort Köln auch bei internationalen Entscheidern an zusätzlichem Renommee.“

Bernd Petelkau, Vorsitzender der CDU-Fraktion, die geplante Ansiedlung von Eurowings am Flughafen Köln/Bonn. „Mit der Entscheidung der Lufthansa für Köln als Standort ihrer neuen Langstreckenflieger ist eine zukunftssichernde Entscheidung zugunsten unseres Flughafens gefallen. In der Luftverkehrsbranche wird es in den nächsten Jahren einen massiven Wandel geben. Viele kleinere Flughäfen werden sich nicht auf Dauer halten können und die bestehenden Großflughäfen daher noch mehr an Bedeutung gewinnen. Dank Eurowings wird der Flughafen Köln/Bonn künftig nicht nur im Bereich der Kurz- und Mittelstrecke, sondern auch auf bei Fernflügen eine herausragende Position unter den deutschen Flughäfen einnehmen.“

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