Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

schweigemarsch_15112015b

Menschen trauern in Köln

Rewe-Chef: Terror richtet sich gegen uns alle

Berlin | Auch die Wirtschaft reagiert bestürzt auf die Terroranschläge von Paris: "Ich bin tief erschüttert und sehr traurig über die Morde in Paris", sagte Alain Caparros dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Der Chef des Kölner Handels- und Touristikkonzerns Rewe wurde in Tiaret geboren und besitzt die deutsche und die französische Staatsbürgerschaft. "Egal ob Franzosen oder Deutsche – wir sollten begreifen, dass dieser Terror sich gegen die Demokratie und Freiheit Europas richtet. Gegen uns alle", sagte Caparros. Zugleich rief er dazu auf, Terrorismusbekämpfung und Flüchtlingskrise jetzt nicht durcheinander zu bringen. "Die allermeisten Flüchtlinge, die gerade nach Europa kommen, flüchten ja gerade vor diesem Terror und den Tätern, die am Freitag Paris angegriffen haben."

--- --- ---

Um 12 Uhr gedenkt Köln und die Welt der Opfer des Anschlages in Paris - auch die KVB-Bahnen werden still stehen

--- --- ---

Auch für Peter Terium, Chef des Energiekonzerns RWE, richtet sich der Terror "gegen eine tolerante, weltoffene und freiheitliche Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Er kann damit jedes Land in Europa treffen - auch Deutschland oder die Niederlande", sagte der gebürtige Niederländer dem "Handelsblatt". "Umso wichtiger ist es, dass wir Europäer jetzt zusammenstehen und gemeinsam, aber gleichsam besonnen handeln." "Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger – gerade jetzt", fordert Cornelius Baur, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung McKinsey.

"Der Kontinent steht vor einer Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen gleichzeitig, die von den einzelnen Staaten nicht isoliert gelöst werden können: Flüchtlingsintegration und Terrorabwehr, aber auch Staatsverschuldung und Währungskrise." Und Carsten Kratz, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group, mahnt: "Wenn wir eine prosperierende Zivilgesellschaft mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft haben wollen, dann müssen wir jetzt mehr Europa anstatt weniger leben." Jean-Claude Biver, Chef der Uhrensparte des französischen Luxuskonzerns LVMH (TAG Heuer, Zenith, Hublot), fürchtet angesichts der Uneinigkeit der wichtigen Staaten mit Blick auf den Syrien-Konflikt neue Attentate in den kommenden Monaten.

"Die einzige mögliche Antwort auf die Attentate ist eine politische; doch angesichts der unterschiedlichen Interessen ist diese sehr unwahrscheinlich", sagte der gebürtige Luxemburger dem "Handelsblatt". Die Anschläge sollten die Staats- und Regierungschefs endlich zum Anlass nehmen, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, fordert Biver. "Es ist höchste Zeit, dass alle politischen Akteure ihr verlogenes und egoistisches Spiel beenden, um den Menschen im Nahen Osten endlich Frieden zu ermöglichen. Das wiederum würde helfen, Europa vor solchen terroristischen Aktionen zu schützen."

Zurück zur Rubrik Kölner Wirtschaft

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kölner Wirtschaft

Wiesbaden | Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Dezember 2016 um 0,5 Prozent höher gewesen als im Vormonat. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich stieg das Volumen der Auftragseingänge von Oktober bis Dezember 2016 gegenüber Juli bis September 2016 um 8,9 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Dezember 2016 um 4,3 Prozent höher.

ehu_tourismus_21_02_17

Köln | Der Geschäftsführer von Kölntourismus nimmt es gelassen: „Moderat“ nennt er den Rückgang der Gästezahlen, den er erstmals seit vielen Jahren vermelden muss. 2,9 Prozent weniger Besucher waren es 2016 gegenüber 2015 – immerhin noch 3,35 Millionen. Auch die Zahl der Übernachtungen sank um 3,5 Prozent auf 5,8 Millionen.

Köln | Olaf Wagner bleibe Geschäftsführer des Jobcenters Köln. Die Trägerversammlung habe in seiner Sitzung Wagner einstimmig für weitere fünf Jahre als Geschäftsführer des Jobcenter Kölb wiedergewählt. Um die gute Arbeit der Geschäftsführung weiterhin sicherzustellen, war der Trägerversammlung wichtig, eine frühzeitige Entscheidung zu treffen, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Der aktuelle Berufungszeitraum endet im Oktober 2017. Die Entscheidung, wer seitens der Bundesagentur für Arbeit die Position des weiteren Mitgliedes der Geschäftsführung und des Stellvertreters von Olaf Wagner übernehme, werde in den nächsten Wochen fallen.

NACHRICHTEN + THEMEN AKTUELL

AfD-Bundesparteitag 2017 in Köln

maritim_300_12022017klein

Der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) findet im April 2017 im Maritim Hotel in Köln statt. Mehrere Gruppen kündigen Proteste und Kundgebungen dagegen an. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Geschehen rund um den AfD-Bundesparteitag in Köln.

AfD-Bundesparteitag im Maritim Hotel Köln - AfD nimmt Stellung

Gegenstimmen:

Der AfD-Parteitag im April – Festkomitee meldet Gegenveranstaltung an

Start der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus"

AfD-Bundesparteitag - Protest gegen Management des Maritims

AfD-Bundesparteitag in Köln – Hausverbot für Björn Höcke in Maritim Hotels

Völklinger Kreis sagt Business-Empfang zum CSD im Maritim Hotel Köln ab

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets