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Menschen trauern in Köln

Rewe-Chef: Terror richtet sich gegen uns alle

Berlin | Auch die Wirtschaft reagiert bestürzt auf die Terroranschläge von Paris: "Ich bin tief erschüttert und sehr traurig über die Morde in Paris", sagte Alain Caparros dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Der Chef des Kölner Handels- und Touristikkonzerns Rewe wurde in Tiaret geboren und besitzt die deutsche und die französische Staatsbürgerschaft. "Egal ob Franzosen oder Deutsche – wir sollten begreifen, dass dieser Terror sich gegen die Demokratie und Freiheit Europas richtet. Gegen uns alle", sagte Caparros. Zugleich rief er dazu auf, Terrorismusbekämpfung und Flüchtlingskrise jetzt nicht durcheinander zu bringen. "Die allermeisten Flüchtlinge, die gerade nach Europa kommen, flüchten ja gerade vor diesem Terror und den Tätern, die am Freitag Paris angegriffen haben."

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Um 12 Uhr gedenkt Köln und die Welt der Opfer des Anschlages in Paris - auch die KVB-Bahnen werden still stehen

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Auch für Peter Terium, Chef des Energiekonzerns RWE, richtet sich der Terror "gegen eine tolerante, weltoffene und freiheitliche Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Er kann damit jedes Land in Europa treffen - auch Deutschland oder die Niederlande", sagte der gebürtige Niederländer dem "Handelsblatt". "Umso wichtiger ist es, dass wir Europäer jetzt zusammenstehen und gemeinsam, aber gleichsam besonnen handeln." "Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger – gerade jetzt", fordert Cornelius Baur, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung McKinsey.

"Der Kontinent steht vor einer Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen gleichzeitig, die von den einzelnen Staaten nicht isoliert gelöst werden können: Flüchtlingsintegration und Terrorabwehr, aber auch Staatsverschuldung und Währungskrise." Und Carsten Kratz, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group, mahnt: "Wenn wir eine prosperierende Zivilgesellschaft mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft haben wollen, dann müssen wir jetzt mehr Europa anstatt weniger leben." Jean-Claude Biver, Chef der Uhrensparte des französischen Luxuskonzerns LVMH (TAG Heuer, Zenith, Hublot), fürchtet angesichts der Uneinigkeit der wichtigen Staaten mit Blick auf den Syrien-Konflikt neue Attentate in den kommenden Monaten.

"Die einzige mögliche Antwort auf die Attentate ist eine politische; doch angesichts der unterschiedlichen Interessen ist diese sehr unwahrscheinlich", sagte der gebürtige Luxemburger dem "Handelsblatt". Die Anschläge sollten die Staats- und Regierungschefs endlich zum Anlass nehmen, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, fordert Biver. "Es ist höchste Zeit, dass alle politischen Akteure ihr verlogenes und egoistisches Spiel beenden, um den Menschen im Nahen Osten endlich Frieden zu ermöglichen. Das wiederum würde helfen, Europa vor solchen terroristischen Aktionen zu schützen."

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