Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

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"real"-Märkte werden in NRW bestreikt - auch in Köln

Köln | Die Beschäftigten der SB-Warenhauskette real setzen ihren Protest gegen die Tarifflucht der Metrotochter aus der Tarifbindung weiter fort. Für den heutigen Donnerstag (10.03.) sind Beschäftigte in 74 real Märkten zum Streik aufgerufen.

Betroffen sind Märkte in den Städten Düsseldorf, Detmold, Espel-kamp, Gütersloh, Paderborn, Bielefeld, Hamm, Rhede, Bocholt, Rheine, Nordwalde, Dülmen, Coesfeld Dortmund, Castrop-Rauxel, Herne, Bochum, Lippstadt, Hagen, Witten, Hemer, Menden, Gelsenkirchen, Herten, Essen, Mülheim, Dinslaken, Wesel, Rees, Duisburg, Wülfrath, Heiligenhaus, Wuppertal, Kamp-Lintfort, Viersen, Tönisvorst, Moers, Grevenbroich Krefeld, Mönchengladbach, Neuss, Köln, Euskirchen, St. Augustin, Monschau, Übach-Palenberg, Düren, Erftstadt, Heinsberg und Bedburg.

Verdi spricht davon, das die Verhandlungen um den Zukunftstarifvertrag seit Monaten stocken. 38.000 Beschäftigte seien betroffen, so Verdi. Die Mitarbeiter würden, so die Dienstleistungsgewerkschaft seit Wochen auf Lohn verzichten. ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer: „Allein dies ist Grund genug, dass die Arbeitgeberseite endlich etwas Konkretes auf den Tisch legt. Das einzige Konkrete, was wir während der letzten Tarifverhandlung Anfang März von der anderen Seite des Tisches gehört haben: Sie wollen einen Verzicht der Beschäftigten in Höhe von 400 Millionen verhandeln“.

Allein durch die Nichtweitergabe der Tariferhöhungen in 2015 und in diesem Jahr haben die Beschäftigten schon ein Minus von 4,6 Prozent im Portemonnaie. „Die Herren der Geschäftsführung können sich ganz sicher nicht vorstellen, wie man sein Leben von 1.547 Euro netto im Monat in der Lohnsteuerklasse 1 bestreitet“, so Silke Zimmer.

Verdi sagt, dass der Arbeitgeber weitere Forderungen stellt, so soll das Urlaubs- und Weihnachtsgeld um 75 Prozent gekürzt werden. Eine Absenkung der Nachtzuschläge und zwischen 12 bis 17 Märkte sollen geschlossen werden. Die Streikenden kamen in Mönchengladbach zu einer Kundgebung zusammen.

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