Weltwirtschaft

Wien | Österreich will mit einem neuartigen Förderprogramm gegen den europäischen Verdrängungswettbewerb um Arbeitsplätze vorgehen. Geplant ist nach einem Kabinettsbeschluss ein "Beschäftigungsbonus", schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe): Firmen bekommen die Hälfte der Lohnnebenkosten erstattet, wenn sie in Österreich ansässige Arbeitnehmer anstellen. Bundeskanzler Christian Kern sagte der SZ, man wolle damit die im OECD-Vergleich hohe Arbeitslosenquote von zehn Prozent senken.

Mexiko-Stadt | Mexiko hat angekündigt, den Handel mit anderen großen Staaten wie Deutschland auszubauen. "Wir haben begriffen, wie wichtig Deutschland für uns ist und welche gemeinsamen Chancen wir haben", sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray Caso der "Welt". Die Präsenz deutscher Firmen in Mexiko sei schon gut, aber ausbaufähig, "gerade beim derzeitigen Stand der weltwirtschaftlichen Entwicklung", sagte Videgaray.

Straßburg | Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben dem Freihandelsabkommen Ceta zwischen der Europäischen Union und Kanada am Mittwoch in Straßburg mit einer Mehrheit von 408 zu 254 Stimmen zugestimmt.

Frankfurt/Main | Europas oberster Bankenregulierer fürchtet, dass der EU eine lange wirtschaftliche Stagnation droht, wenn sie nicht schnell und entschlossen das Problem der faulen Kredite in den Bank-Bilanzen angeht: "In den 1990er-Jahren hat Japan mehr als 15 Jahre gebraucht, um das Problem in den Griff zu bekommen. Darunter hat die gesamte Wirtschaft erheblich gelitten", sagte Andrea Enria, Chef der European Banking Authority (EBA), dem "Handelsblatt". "Wenn wir im bisherigen Tempo weitermachen, dann werden wir sogar noch länger als Japan brauchen, um den Anpassungsprozess zu schaffen."

Peking/Washington | Der Chef der chinesischen Handelsplattform Alibaba, Jack Ma, hat eindringlich vor einer Eskalation der wirtschaftlichen Spannungen zwischen China und USA gewarnt. "Wenn der Handel stoppt, beginnt der Krieg", sagte Ma bei der Eröffnung einer Unternehmens-Zweigstelle in Australien. "Wir müssen aktiv beweisen, dass der Handel den Menschen hilft zu kommunizieren", so der Vorsitzende des Amazon-Konkurrenten weiter.

Berlin | Die Angriffe der neuen US-Regierung auf die Handelspolitik anderer Länder können schon bald einen neuen globalen Währungskrieg auslösen. Trump treibe die Welt in einen "Teufelskreis von Währungskrieg und Protektionismus", sagte der renommierte britische Wirtschaftshistorker Harold James der "Welt am Sonntag". Am Ende ständen ein Abwertungswettlauf und Protektionismus, wie zuletzt in den 30er-Jahren.

Washington | Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins nicht verändert. Die Fed-Funds-Rate liege weiter in einer Spanne zwischen 0,5 und 0,75 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch mit. Die Fed hatte ihren Leitzins im Dezember nach rund einem Jahr ohne Veränderungen um 0,25 Prozentpunkte angehoben.

Mexiko-Stadt | Mexikos Notenbankchef Agustín Carstens hält den Einbruch des Wechselkurses des mexikanischen Peso für ungerechtfertigt: "Ich glaube die Märkte haben übertrieben. Der Wechselkurs hat stärker reagiert als fundamental gerechtfertigt ist", sagte er dem "Handelsblatt". Carstens führt dies vor allem auf die bestehende Unsicherheit über ein Abkommen zwischen den USA und Mexiko zurück.

Brüssel | Viele Bunt-, Filz- und Wachsmalstifte, Malkreiden und Wasserfarben dürfen in der EU nicht mehr verkauft werden. Wie "Bild" (Freitag) berichtet, geht das Verbot auf eine jetzt in Kraft getretene Verschärfung der Grenzwerte für Blei in Spielwaren zurück. Danach dürfen Buntstifte nur noch zwei Milligramm Blei pro Kilogramm Spielmaterial enthalten statt bisher 13,5 Milligramm und Wasserfarben nur noch 0,5 statt 3,4 Milligramm.

Toronto/Rom | Die kanadische Ratingagentur DBRS hat die Bonität Italiens am Freitag auf BBB (high) abgestuft. Das teilte die Agentur am Freitag mit. Damit hat auch die letzte große Ratingagentur Italien eine Note im A-Bereich entzogen.

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Berlin | Für den früheren Leiter der Wirtschaftsabteilung von UNCTAD, der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung, Heiner Flassbeck, könnten mögliche US-Zölle auf Importe aus China auch für Deutschland zum Problem werden.

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Seattle | Der US-Online-Versandhändler Amazon will innerhalb der nächsten 18 Monate mehr als 100.000 neue Vollzeit-Stellen in den USA schaffen.

Cologny | Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten sind laut Weltwirtschaftsforum (WEF) die größten Risiken für die Weltwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt der "Global Risk Report 2017" der Stiftung, der dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) vorliegt. "Die bekanntesten Störfaktoren sind die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, und der Sieg von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl in den USA", heißt es in dem Papier.

Luxemburg | Die Arbeitslosenquote im Europaraum lag im November 2016 bei 9,8 Prozent. Mit einem Rückgang von 10,5 Prozent gegenüber November 2015 sei dies die niedrigste Quote, die seit Juli 2009 im Euroraum verzeichnet wurde, teilte das Statistikamt Eurostat am heutigen Montag in Luxemburg mit. Die Quote sei unverändert gegenüber dem Vormonat Oktober.

Berlin | Ökonomen und deutsche Regierungsbeamte sehen die Steuerpläne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump überwiegend positiv. "Eigentlich könnten die Europäer dem neuen US-Präsidenten sogar ausnahmsweise einmal applaudieren", sagte Friedrich Heinemann vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) dem "Handelsblatt". Der Steuerexperte hat in einer Studie, die der Zeitung vorliegt, Trumps Steuerpläne analysiert.

AfD-Bundesparteitag 2017 in Köln

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Der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) findet im April 2017 im Maritim Hotel in Köln statt. Mehrere Gruppen kündigen Proteste und Kundgebungen dagegen an. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Geschehen rund um den AfD-Bundesparteitag in Köln.

AfD-Bundesparteitag im Maritim Hotel Köln - AfD nimmt Stellung

Gegenstimmen:

Der AfD-Parteitag im April – Festkomitee meldet Gegenveranstaltung an

Start der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus"

AfD-Bundesparteitag - Protest gegen Management des Maritims

AfD-Bundesparteitag in Köln – Hausverbot für Björn Höcke in Maritim Hotels

Völklinger Kreis sagt Business-Empfang zum CSD im Maritim Hotel Köln ab

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