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US-Datenkonzern Inrix fordert Google und Apple heraus

Washington | Der US-Datenkonzern Inrix baut sein Multimediageschäft im vernetzten Fahrzeug aus: Die Amerikaner übernehmen das Start-up OpenCar und wollen es zu einer der führenden Plattformen für Multimediasysteme im Auto ausbauen, berichtet das "Handelsblatt". Damit fordert Inrix die Konkurrenten Apple und Google direkt heraus, die das Geschäft mit Carplay und Android Auto bisher dominieren. OpenCar soll zu einer Alternative aufgebaut werden.

Die Autobauer fürchten, dass Apple und Google das lukrative Geschäft mit vernetzten Multimediasystemen komplett vereinnahmen könnten. Nach Schätzungen der Unternehmensberatung McKinsey soll der Umsatz mit Apps und anderen vernetzten Diensten bis zum Jahr 2030 auf mehr als 100 Milliarden Dollar wachsen. Bisher scheiterten Konkurrenzmodelle an der Verbreitung.

"Inrix bietet uns die Möglichkeit, unsere Anwendungsplattform viel schneller zu verbreiten, sowohl regional gesehen als auch durch Zusammenarbeit mit mehr Automobilherstellern", sagte Jeff Payne, Gründer von OpenCar. 1.300 registrierte Entwickler seien mit der Erweiterung des Angebots beschäftigt. Die Kontrolle der Daten soll künftig in der Hand der Hersteller liegen und nicht mehr bei den US-IT-Riesen.

Bisher ist OpenCar noch ein relativ kleiner Spieler im Markt. Im Jahr 2011 wurde das Unternehmen in Seattle gegründet. Starthilfe gab damals der Autobauer Mazda mit einer strategischen Partnerschaft.

Die Übernahme durch Inrix soll das Wachstum des Autosoftware-Unternehmens nun massiv beschleunigen. "Wir freuen uns sehr, zusätzliche Wettbewerber in diesem wichtigen Segment der Connected Cars zu sehen", sagte Marcus Keith, Leiter von Audi Connect.

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