Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Bundesbank-Präsident Weidmann kritisiert Zinsentscheidung der EZB

Frankfurt/Main | Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins auf Null zu senken und das Anleihen-Kaufprogramm zu erhöhen, heftig kritisiert. "Das beschlossene Paket ist sehr weitgehend und hat mich in der Summe nicht überzeugt", sagte Weidmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

 "Wir erwarten weiterhin ein Anziehen der Konjunktur und der Preise. Es droht keine Deflation." Mit diesen Maßnahmen solle erreicht werden, dass die Preise im Euroraum schneller wieder mit der angestrebten Rate von knapp zwei Prozent steigen. "Ich habe aber immer wieder darauf hingewiesen, dass die Wirkung der ultralockeren Geldpolitik schwächer wird, je länger sie andauert. Gleichzeitig gilt: Je stärker man Gas gibt, desto größer werden Risiken und Nebenwirkungen." Es liege auf der Hand, dass beispielsweise die Risiken für die Finanzstabilität zunehmen könnten und Blasen an den Finanzmärkten, die, wenn sie platzen, die Arbeit für die Notenbank schwerer machten. "Außerdem geraten Lebensversicherer in schwierigeres Fahrwasser. Und die Gefahr steigt, dass die Anreize für solides Haushalten untergraben werden und die Notenbank von der Politik vereinnahmt wird. Auch dürfen die außergewöhnlichen Maßnahmen nicht zu einer Verunsicherung der Bürger führen, die geldpolitisch kontraproduktiv wirken könnte", betonte Weidmann. Der Bundesbank-Präsident bemängelte die Rotationsregel im EZB-Rat.

So konnte Deutschland bei der jüngsten Entscheidung nicht mit abstimmen. "Durch diese Regel hat man nun eine Debatte über die Legitimität der Entscheidungen, die unnötig ist. Faktisch bringen sich ohnehin weiter alle Ratsmitglieder in die Diskussion ein, und ich sehe nicht, dass eine Entscheidung ohne Rotation anders ausgefallen wäre", sagte Weidmann.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

golf_vw_22082016

Wolfsburg | aktualisiert | Der Autoriese Volkswagen hat sich mit seinen Zulieferern geeinigt. Die Lieferung benötigter Komponenten für das Modell Golf soll so schnell wie möglich wieder anlaufen, hieß es aus Wolfsburg. Beide Seiten kündigten eine Gemeinsame Erklärung an.

golf_vw_22082016

Wolfsburg | Die Produktion des VW-Modells Golf im Stammwerk Wolfsburg steht still. Auch in Emden und Zwickau ruht der Betrieb. Für die Werke in Braunschweig und Kassel werde Kurzarbeit geprüft.

vw_22092015b

Wolfsburg | Hinter dem Lieferstreik von zwei VW-Zulieferunternehmen steckt offenbar eine mittlere zweistellige Millionenforderung gegen den Wolfsburger Autokonzern. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt in ihrer kommenden Ausgabe, dass die Prevent-Firmen Car Trim und ES Automobil Guss angeblich insgesamt 58 Millionen Euro von VW fordern. Auslöser des Streits war laut des Berichts eine von VW und Porsche gekündigte Entwicklungskooperation mit Car Trim aus dem sächsischen Plauen.

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG
wj_gruenderpreis2016kl

Gründerpreis der Wirtschaftsjunioren Köln 2016
Abgabefrist: 21.8.16
Alle Infos >

--- --- ---

Aktuelle Themen und Informationen der Koelnmesse >

--- --- ---

schoko_PR_boxklein

Schokoladenmuseum Köln: Zeitreise durch die Geschichte von Kakoa und Schokolade >

--- --- ---