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Fraunhofer: Sicherer Datenraum für Industrie 4.0 ist geöffnet

München | Große deutsche Konzerne haben unter Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft den geplanten sicheren Datenraum für die Industrie gestartet. "Die Technologie für die Industrie 4.0, die wir gerade vorbereiten, bietet ein Maximum an Sicherheit", versprach Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Mit Hilfe des "Industrial Data Space" sollen Unternehmen zum Beispiel ihre Maschinen aus der Ferne steuern, Pharma-Daten austauschen oder Frachtcontainer verfolgen können, ohne Angst vor Datendiebstahl und Hackerangriffen haben zu müssen.

Am Montag will Fraunhofer das Projekt Forschungsministerin Johanna Wanka auf der Cebit vorstellen. Einem neu gegründeten Verein, der den Datenraum betreiben soll, gehören laut "Handelsblatt" unter anderem die Allianz, Bayer, Rewe, Schaeffler, ThyssenKrupp, Volkswagen und der Branchenverband ZVEI an. Gestartet sind bereits mehrere Testversuche, so erproben die Mitglieder Bosch und Sick die sichere Datenkommunikation mit intelligenten Frachtcontainern.

Die Resonanz in der deutschen Wirtschaft sei groß, sagte Neugebauer. "Es gibt Anfragen für 70 Testprojekte." Der Charme des Projekts sei, dass die Industrieunternehmen ihre Daten nicht an einen externen Cloud-Betreiber aus der Hand geben müssten.

Stattdessen gebe es ein verteiltes System aus Datenbereichen von all den Unternehmen, die teilnehmen. Fraunhofer nennt das eine "föderale Cloud". Neugebauer betonte, dass der Datenraum später auch für asiatische und US-Unternehmen geöffnet werden soll.

"Aber wir bieten einen Datenraum, der nach deutschen und europäischen Sicherheitsstandards funktioniert." Gerade für den deutschen Mittelstand sei das wichtig. "Wir werden unsere Stärke mit rund 50 Prozent Hidden Champions nur erhalten, wenn diese sich angstfrei und proaktiv am Markt bewegen."

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