Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

HP_wollseifer_01032015

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks

Handwerks-Präsident zieht negative Mindestlohn-Bilanz

Berlin | Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, hat eine negative erste Praxisbilanz des Mindestlohns gezogen. Der Mindestlohn sei "ein Monstrum, das die Kleinen letztlich zu fressen droht", sagte Wollseifer der "Leipziger Volkszeitung" (Montagausgabe). Er beklagte dabei nicht den Mindestlohn an sich, sondern die "unnötige Bürokratie" im Gesetz.

Zudem verlagere der Staat mit dem Gesetz von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) "die Prüfung, ob auch beim Subunternehmer der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wird, auf den Generalunternehmer, der ja oft auch ein Handwerksbetrieb ist". Damit sollten die kleinen Betriebe "zu Detektiven gemacht" werden. "Die Folge ist eine Kultur des Misstrauens", beklagte Wollseifer.

In der Praxis kämen nun von Großunternehmen "plötzlich von teuren Anwälten ausgearbeitete seitenlange Freistellungserklärungen oder Forderungen nach sechsstelligen Sicherheitsbürgschaften". Das könnten Wäschereien oder Bäcker aber nicht mitmachen und verlören Aufträge, etwa von Hotelketten. Zudem beklagte der Handwerks-Präsident auch die Arroganz der Macht im Ministerium, weil man einerseits mit Anzeigenkampagnen den Mindestlohn als einfache Sache darstelle, andererseits aber die betriebliche Praxis nicht berücksichtige.

"Es ist ein sinnloser Affront, jetzt zu unterstellen, Handwerker seien nicht in der Lage, einfachste Vorschriften umzusetzen." Von der verabredeten Überprüfungsbilanz nach Ostern erwarte das Handwerk, "dass sowohl die Aufzeichnungspflichten wie auch die verschuldensunabhängige Haftung des Auftraggebers ernsthaft auf den Prüfstand gestellt und entsprechend korrigiert werden", so Wollseifer. Dabei vertraue er dem Wort der Bundeskanzlerin.

"Schön wäre es, wenn wir ernsthaft und offen daran gehen könnten, ohne weitere Vorverurteilungen."

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Berlin | Die Füllstände der deutschen Erdgas-Speicher sind wegen des kalten Winters offenbar so tief wie seit Jahren nicht. Die Speicher seien derzeit nur noch zu 33 Prozent gefüllt, berichtet die "Bild" (Mittwoch). Mitte Januar seien es noch 57 Prozent gewesen.

Berlin| Der einflussreiche Autodesigner Chris Bangle übt scharfe Kritik an der eigenen Zunft: "Das Autodesign steckt in einer Krise", sagte er dem Magazin "Zeit Wissen". Ein Symptom dafür sei, "dass nahezu jedes Auto als Sportwagen gedacht wird.

Hamburg | An der Spitze der Otto Group zeichnet sich ein Generationswechsel ab: Benjamin Otto, der Sohn des langjährigen Vorstandsvorsitzenden und heutigen Aufsichtsratschefs Michael Otto, möchte im Aufsichtsgremium des Handelskonzerns in die Fußstapfen seines Vaters treten. "Ich fühle mich bereit, die Hauptverantwortung zu übernehmen", sagte Benjamin Otto der "Welt am Sonntag". Grundsätzlich sei für ihn die Macht in einem Unternehmen nicht wichtig.

AfD-Bundesparteitag 2017 in Köln

maritim_300_12022017klein

Der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) findet im April 2017 im Maritim Hotel in Köln statt. Mehrere Gruppen kündigen Proteste und Kundgebungen dagegen an. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Geschehen rund um den AfD-Bundesparteitag in Köln.

AfD-Bundesparteitag im Maritim Hotel Köln - AfD nimmt Stellung

Gegenstimmen:

Der AfD-Parteitag im April – Festkomitee meldet Gegenveranstaltung an

Start der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus"

AfD-Bundesparteitag - Protest gegen Management des Maritims

AfD-Bundesparteitag in Köln – Hausverbot für Björn Höcke in Maritim Hotels

Völklinger Kreis sagt Business-Empfang zum CSD im Maritim Hotel Köln ab

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets