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Mieterbund: Deutschland braucht 400.000 neue Wohnungen im Jahr

Berlin | Um den Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Metropolen und Universitätsstädten zu verringern, müssten nach Angaben des Direktors des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, in Deutschland pro Jahr mindestens 400.000 neue Wohnungen gebaut werden.

Bereits vor der jetzigen Flüchtlingswelle hätten in Deutschland rund 500.000 bezahlbare Wohnungen gefehlt, aber die Politik habe alle Warnungen in den Wind geschlagen, kritisierte Siebenkotten in der "Mittelbayerischen Zeitung" (Donnerstag). Nun werde die Situation durch Flüchtlinge, die ebenfalls erschwingliche Wohnungen suchten, weiter verschärft.

In diesem Jahr seien rund 260.000 Wohnungen fertig gestellt worden. Siebenkotten sprach sich auch für gezielte steuerliche Anreize für private Bauherren aus, die in bestimmten Regionen, in bestimmten Städten mit großer Nachfrage sozial gebundene Wohnungen im Bereich von sechs bis acht Euro Miete je Quadratmeter schafften. Siebenkotten begrüßte entsprechende Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Eine steuerliche Förderung von Luxuswohnungen sowie Mitnahmeeffekte müssten dabei allerdings ausgeschlossen werden, verlangte der Mieterbund-Direktor.

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