Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Stromtrasse_280620154

Symbolbild

Strompreise in Nord- und Süddeutschland driften bald auseinander

Berlin | Verbrauchern im Süden Deutschlands drohen ab 2022 aufgrund der Energiewende deutlich höhere Stromkosten als Kunden in Norddeutschland. Schuld seien die langwierigen Planungen für Erdkabel, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Fachleute halten es demnach für unrealistisch, dass die Kabel rechtzeitig verlegt werden können, die Windstrom-Überschüsse aus Norddeutschland nach Süddeutschland leiten sollen.

Im Jahr 2022 geht das letzte Kernkraftwerk Deutschlands vom Netz, spätestens dann bräuchte Süddeutschland eigentlich ausreichend Windstrom aus Nord­deutschland, um seinen Bedarf ohne Zukäufe aus dem Ausland zu decken. Das Ziel, 2022 belastbare Strom-Autobahnen von Nord nach Süd in Betrieb zu nehmen, sei "sehr ambitioniert", sagte der Sprecher der Bundesnetzagentur, Olaf Peter Eul, dem "Focus". Stephan Kohler, der frühere Chef der Deutschen Energie-Agentur, rechnet mit einer Fertigstellung erst "zwischen 2025 und 2030, mit der Tendenz zu 30".

Damit dürfte der Süden Deutschlands ab 2022 verstärkt auf importierten Strom angewiesen sein. Bayern wird dann etwa die Hälfte seines Energiebedarfs durch teure Zukäufe decken müssen. "Werden die Trassen nicht rechtzeitig fertig", warnte Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Indus­trie, "bekommen wir zwei Strompreiszonen in Deutschland, eine im Norden und eine teurere südliche."

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Frankfurt/Main | Der EZB-Direktor Benoit Coeuré hat sich dagegen ausgesprochen, dass die EZB künftig Bankanleihen kauft. "Ich bin nicht dafür, Bankanleihen zu kaufen. Das würde Banken die falschen Anreize geben", sagte Coeuré der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Frankfurt/Main | Die neue Strategie von Commerzbank-Vorstandschef Martin Zielke sieht offenbar einschneidende Maßnahmen für Mitarbeiter und Aktionäre der Bank vor. Das berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). So sollen in den kommenden Jahren rund 9.000 Jobs bei Deutschlands zweitgrößtem Bankhaus wegfallen, wobei es unklar sei, ob es dabei zu betriebsbedingten Kündigungen kommen werde, schreibt die Zeitung mit Verweis auf Finanzkreise.

hotel_26092016

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission will das EU-Umweltzeichen auch für Hotels und Pensionen vergeben. Das Öko-Siegel soll nur an Firmen des Gastgewerbes vergeben werden, die ihr Personal in Umweltschutzfragen speziell geschult haben, berichtet die "Bild" (Montag) unter Berufung auf entsprechende Angaben der EU-Kommission. Vorgaben gebe es auch für den Wasserverbrauch.

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets