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Studie: Mittelschicht hält fast 70 Prozent des Vermögens

Berlin | Die Mittelschicht in Deutschland verfügt laut einer Studie über einen Großteil des hiesigen Privatvermögens und hat - im Gegensatz zur einkommensstärksten Schicht - weder durch die Finanzkrise noch durch die anhaltende Niedrigzinsphase an Vermögen verloren. Dies ist das Ergebnis der Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, die der "Welt" vorliegt. Danach verfügen die Menschen mit mittleren Einkommen über etwa 68 Prozent des gesamten individuellen Nettovermögens in Deutschland.

2007 hatte dieser Anteil noch 65 Prozent betragen. Der Vermögensanteil der oberen Einkommensschicht sei dagegen im gleichen Zeitraum um drei Prozentpunkte auf nur noch 29 Prozent geschrumpft. "Von einer krisenbedingten Umverteilung von der Mitte nach oben kann somit nach Maßgabe der Mikrodaten zumindest bislang keine Rede sein", heißt es in der Studie.

Im Durchschnitt beträgt das Nettovermögen in der Mittelschicht laut Studie pro Kopf knapp 73.000 Euro. Dabei entfällt auf Immobilien mit gut 70 Prozent der Löwenanteil. Gut zehn Prozent ihres Vermögens investiert die Mitte in Geldanlagen und Wertpapiere, knapp fünf Prozent sind Betriebsvermögen.

Zur Mittelschicht werden in der Untersuchung alle Privatpersonen gerechnet, deren Nettoeinkommen zwischen 60 und 200 Prozent des mittleren Einkommens liegen. 78 Prozent der Bevölkerung gehören damit zur Mitte. Dieser Anteil ist seit 2007 stabil, während er zuvor, zwischen 1999 und 2006, stetig von 83 Prozent auf 77 Prozent gesunken war.

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