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VW-Skandal: Spitzenmanager wurde schon 2011 informiert

Wolfsburg | Im VW-Skandal um manipulierte Abgasmessungen bei Dieselfahrzeugen ist ein hochrangiger Manager laut eines Zeitungsberichts offenbar schwer belastet worden. So soll ein Motorentechniker bereits im Jahre 2011 in Wolfsburg den Manager vor möglicherweise illegalen Praktiken gewarnt haben, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Mittwochsausgabe. Dieser VW-Beschäftigte soll außerdem sinngemäß erklärt haben, seine Informationen seien von dem Manager nicht ernst genommen worden.

Inzwischen wurde der Aufsichtsrat von Volkswagen nach Informationen von Süddeutscher Zeitung und NDR über die Aussage des Motorentechnikers und weitere erste Erkenntnisse der Konzernrevision informiert. Der belastete Manager gehört zu dem Spitzen-Trio im VW-Konzern, das wegen der Abgas-Affäre inzwischen beurlaubt wurde. VW erklärte auf Anfrage zu diesem Vorgang, man befinde sich in einem "intensiven Aufklärungsprozess".

Erst wenn man ein "klares Bild" habe, könne man Details zum Handeln einzelner Personen nennen. Für jeden Betroffenen gelte "bis zum Beweis des Gegenteils" die Unschuldsvermutung. Zur Aufarbeitung des Skandals will das Präsidium des VW-Aufsichtsrates an diesem Mittwoch zusammenkommen.

Dann soll ein Zwischenbericht der internen Prüfer auf dem Tisch liegen. Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Ermittlungsverfahren gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn wegen des Verdachts auf Betrug eingeleitet. Winterkorn ist sich "keines Fehlverhaltens bewusst", wie er sagt.

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