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Verbraucherschützer bemängeln Gesetz zur Rücknahme von Elektromüll

Berlin | Das am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Gesetz zur Rückgabe von Elektromüll (ElektroG) greift aus Sicht der Verbraucherzentralen zu kurz. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) kritisierte die Energie-Expertin des Bundesverbandes, Hyewon Seo, die Pläne als zu kompliziert. Es hätten alle Elektrogeschäfte dazu verpflichtet werden müssen und nicht nur Händler ab einer Ladengröße von 400 Quadratmetern.

"In vielen anderen EU-Ländern wurde die Rücknahmeverpflichtung aus der Waste Electrical und Electronic Equipment Directive (WEEE-RL) übernommen. Diese bietet eine wesentlich einfachere Rückgabemöglichkeit für Verbraucher", sagte die Verbraucherschützerin. Nach dieser EU-Richtlinie könnten Kunden ihre ausgedienten Geräte überall abgeben, sofern sie ein Neugerät kaufen.

Eine Beschränkung auf 400 Quadratmeter sei unsinnig, so Seo. "Wir fordern zumindest die unveränderte Umsetzung der EU-Richtlinie, so wie es Frankreich, Großbritannien, Spanien, die Niederlande und andere EU-Länder auch getan haben."

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