Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft NRW

Neuer Steuer-Datenträger soll 600 Millionen Euro bringen

Berlin/Düsseldorf | Ein vom Bundesland Nordrhein-Westfalen für fünf Millionen Euro gekaufter Datenträger wird nach Schätzungen von Insidern zu Steuermehreinnahmen von mindestens 600 Millionen Euro führen. Wie Beteiligte der Transaktion dem "Handelsblatt" (Montagausgabe) bestätigten, waren erste Stichproben auf dem silber-schwarzen USB-Stick äußerst vielversprechend. Er enthalte viele Tausend Informationen zu sogenannten Cum-Ex-Geschäften, mit denen sich Banken und Finanzdienstleister eine nur einmal abgeführte Kapitalertragssteuer mehrmals erstatten ließen.

Derlei Steuergeschäfte wurden in den vergangenen Jahren bereits an anderer Stelle auffällig. Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung. Der Schaden für den Fiskus aus den in den vergangenen Jahren bekannt gewordenen Fällen soll bis zu zwölf Milliarden Euro betragen.

Das Besondere an dem nun aufgekauften USB-Stick sei, dass es sich um den ersten reinen Cum-Ex-Datenträger handele, berichtet die Zeitung. Sein Verkäufer ist nach Informationen des "Handelsblatts" ein ehemaliger hochrangiger Steuer-Experte eines ausländischen Börsen-Maklers. Seine Stellung sowie die besondere Positionierung seines Arbeitgebers sollen ihm tiefe Einsichten in deutsche und europäische Steuer-Deals ermöglicht haben.

Auf dem USB-Stick befinden sich vor allem Cum-Ex-Geschäfte aus den Jahren 2006 bis 2011. Die Steuerfahndung Wuppertal und die Staatsanwaltschaft Köln arbeiten bei den Ermittlungen zusammen und bereiten die ersten Durchsuchungen vor.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft NRW

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft NRW

Braunkohletagebau_2806201507

Berlin | Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat dazu aufgerufen, mit dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung jetzt zügig zu beginnen, um die deutschen Klimaschutzziele einzuhalten. "Die Klimavereinbarung von Paris verpflichtet uns, unsere Wirtschaft bis zur Mitte dieses Jahrhunderts weitgehend treibhausgasneutral zu gestalten", sagte Hendricks der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Das kann nur gelingen, wenn wir jetzt einen Pfad betreten, der uns aus der Kohleverstromung herausführt - zügig, aber nicht überstürzt", sagte Hendricks.

Köln | Heute teilte das Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen mit, dass die Steuerfahndung NRW drei Datenpakete mit Hinweisen auf Steuerhinterziehung an die europäischen Staaten, deren Bürger betroffen sind, übermittelt hat. Das Paket enthält mehr als 100.000 Kontodaten von Bürgern aus Deutschland und weiteren europäischen Ländern bei Banken in Luxemburg und der Schweiz.

druckerei_01_ag

Köln | Die Besorgnis über die schwache wirtschaftliche Entwicklung des bevölkerungsreichsten Bundeslands Nordrhein-Westfalen wächst: "NRW verpasst den Anschluss", sagte Karl Lichtblau, Geschäftsführer des Wirtschaftsforschungsinstituts IW, der "Welt am Sonntag". Einige florierende Landesteile könnten das Gesamtbild kaum aufhellen: "Es gibt deutliche Unterschiede, aber wenig Lichtblicke", so Lichtblau. Auch im Juli verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit 7,8 Prozent die höchste Arbeitslosenquote aller westdeutschen Flächenländer.

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG
wj_gruenderpreis2016kl

Gründerpreis der Wirtschaftsjunioren Köln 2016
Abgabefrist: 21.8.16
Alle Infos >

--- --- ---

Aktuelle Themen und Informationen der Koelnmesse >

--- --- ---

schoko_PR_boxklein

Schokoladenmuseum Köln: Zeitreise durch die Geschichte von Kakoa und Schokolade >

--- --- ---