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Köln-Triathlon 2008: Olaf Sabatschus gewinnt in 8:31 Stunden

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Köln, 7.9.2008, 19:15 Uhr [aktualisiert: 08.09.08, 10:07 Uhr] >
Fast so als wäre er in der Altstadt nur spazieren gegangen, so locker überquerte Olaf Sabatschus die Ziellinie beim „cologne 226“ der Ironmanndistanz des Triathlon-Wochenendes in Köln. Nach 8:31 Stunden und 3,8 km schwimmen in der Regattabahn Fühlingen, 180 km Fahrrad und einem Marathon. Olaf Sabatschus, der Troisdorfer machte den Kölnern ein großes Kompliment: „Der Applaus auf den letzten Metern hat noch mal meine Kräfte mobilisiert.“ Zweiter wurde Vorjahressieger Steffen Liebetrau (Endzeit 8:40:33h).
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Foto oben: Olaf Sabatschus in der Pose des Siegers.
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Fotostrecke: Impressionen vom Start um 7:10 Uhr, Schwimmen auf der Regattabahn in Fühlingen, der ersten Radrunde und dem Ziel in Köln Deutz >>>
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Eine ganz besondere Stimmung, wenn die letzten Minuten vor dem längsten Tag im Leben des Triathlons beginnen.
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Start in aller Herrgottsfrühe mit kirchlichem Segen
Es ist schon ein eigentümliches Gefühl, wenn man sich sonntagmorgens um 5:30 Uhr zum Fühlinger See aufmacht um beim Start zum „cologne 226“ dabei zu sein. An manchen Straßenecken sieht man noch Spätheimkehrer die ausgiebig die Nacht genossen haben. Auch am Fühlinger See kündigt sich der Morgen mit einem tiefen Dunkelblau an, der Weg zum Start - von Ferne hört man Musik – erfolgt durch tiefe Finsternis, nur ab und an begegnet einem ein Athlet bepackt mit Fahrrad, Box und Helm.

Ohne Helm geht gar nichts
Fast schon gespenstisch ist die Wechselzone des cologne 226 von den Katastrophenschutzhelfern des Technischen Hilfswerks ausgeleuchtet. Die Athleten bereiten sich vor, checken noch einmal alles durch, ihre Liebsten hängen an den metallenen Bauzäunen, sprechen Mut zu. Immer noch checken auch Athleten unter den gestrengen Augen der Schiedsrichter ein. Wer keinen Helm dabei hat, oder dessen Helm Bruchstellen aufweist, darf nicht starten. Da wundert es nicht, dass immer wieder der Moderator einen Helm sucht und auch immer fündig wird.

Ideal durch die Vielfalt der Distanzen
Wir treffen auf Erik aus Hilversum in den Niederlanden der zum ersten Mal beim „cologne 226“ dabei ist. Sein Ziel ist es heute zu finishen und er rechnet mit einer Zeit von etwa 12 Stunden. Erik kennt die Strecke, denn er hat im letzten Jahr die Mitteldistanz absolviert. Im nächsten Jahr will Erik beim Ironman in Frankfurt starten, er hat sich für jedes Jahr einen Start in einer Langdistanz vorgenommen. „Ein sehr guter Triathlon, die Organisatoren haben sich viel Mühe gegeben Vieles besser zu machen. Vor allem die Atmosphäre ist gut“, findet Erik der aber auch die Vielfalt der Distanzen hervorhebt und diese gerade für Vereine auch ideal findet. Für die Einsteiger die Smart-Distanz, dann Mittel und eben die Ironmandistanz. 

Laufend überholt
Auch ein alter Kölner Bekannter ist am Start. Detlef Ackermann, Macher des Portals „laufen-in-köln.de“ und Ultrasportler. Er hat gestern schon die Smart-Distanz absolviert und geht heute auf die „cologne 226“. Er gehört zur Gruppe der weißen Badekappen, die für die Extreme-Variante steht. Mit dem Schwimmen hadert der passionierte Läufer, freute sich aber über die Laufstrecke gestern: „So viele Leute habe ich noch nie bei einer Laufveranstaltung überholt.“ Ackermann findet, dass der Köln-Triathlon ein Klasse Event ist und hat sich bei der cologne 226 das Ziel gesteckt: „Ich will ankommen“.

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Kai Haupt aus Dortmund und Thomas Abels aus Köln wagen sich zum ersten Mal an die Ironman-Distanz.
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Weißbier am Abend

Kai Haupt aus Dortmund und Thomas Abels trafen wir beim Fachsimpeln in der Wechselzone kurz vor dem Start. Thomas Abels ist aus Köln und hat einen kleinen Heimvorteil, denn er hat sich im Vorfeld schon die Radstrecke angesehen. Beide starten zum ersten Mal auf der großen Distanz und auch ihr Hauptziel ist es zu finishen. Kai Haupt hat sich gestern Abend ein Weißbier und ein Steak gegönnt und dann wunderbar ausgeruht geschlafen, erzählt er als Trick gegen Nervosität. Thomas Abels setzte die vergangene Woche da lieber auf die bewährten Nudeln. Natürlich hat Abels schon den Köln-Marathon gefinished mit 3:54 Stunden, aber dennoch die neue Herausforderung gesucht.

Pünktlicher Start
Einen glücklichen Veranstalter konnte man erleben, als es dann um 7:10 Uhr pünktlich losging. Denn die Radstrecke war um 6:53 Uhr freigegeben worden. Für die Athleten gab es zuvor noch einen Segen und mahnende Worte eines Priesters sich nicht zu überanstrengen: „Mit Gottes Segen schwimmt, fahrt Rad und lauft“. Veranstalter Uwe Jeschke und Carsten Krause indes hatten eine kurze Nacht, nur drei Stunden hatte man geschlafen, bis Mitternacht noch den Zielbereich vom Fühlinger See ans Deutzer Rheinufer verlegt. Zuvor aber noch mit den Finishern der Smart Distanz bei der Pastaparty gefeiert und schräge Musik von Uschis Haarmoden genossen. Gegen 8:00 Uhr entstieg die Spitze des cologne 226 den Fühlinger See und machte sich auf die Radstrecke. Mit dabei die beiden Favoriten in den pinken Badekappen Olaf Sabatschus und Steffen Liebetrau, die beide kurz nach 9:00 Uhr morgens ihre erste Runde auf dem Rad absolviert hatten. Immerhin 45 km.

Zieleinlauf in Deutz
Vor der großartigen Kulisse des Kölner Doms und mit herrlichem Blick auf die Kölner Alstadt ging es auf die letzten Meter, die Athleten vorbei an der Bastei über die Altstadt und Deutzer Brücke ins Ziel vor dem LVR Gebäude laufen ließ. Olaf Sabatschus kam als Erster ins Ziel, umjubelt von den Zuschauern und den Cheerleadern. Erst am 23/24. August war Sabatschus beim Schilthorn Inferno in Mürren in der Schweiz gestartet und hatte gefinished und hatte gerade mal 14 Tage Recreationszeit. Das ist unglaublich und Hardcore. „Könnt ihr mal den Wind abstellen“, rief Sabatschus den Organisatoren des Kölner Triathlons zu, der ihm vor allem auf der flachen Radstrecke zu schaffen gemacht hatte. „Der Wind war knallhart und ich war ganz schön ausgeknockt als ich mit dem Laufen begann“, berichtet Sabatschus. Allerdings habe im der Flair des Zieleinlaufs ab der Bastei einen neuen Adrenalinschub verpasst und ihn die müden und schweren Beine vergessen lassen. Dem Kölner Triathlon beschied Sabatschus, dass er größer und professioneller werde und hatte eine lustig vorgetragene Bitte an die Kölner Sportpolitik, sie möge für eine hügelige 90km Radstrecke sorgen.

Lob von Marathon Race Direktor Rösch
Am Ziel auch Harald Rösch, der Race Director des Köln-Marathons und Sportdirektor des ASV Köln der sich nach dem ASV Brückenlauf den Köln Triathlon ansah, fand die Entscheidung das Ziel in die Innenstadt zu verlegen als die eindeutig richtige Entscheidung. Und wenn die Baustellen am rechten Rheinufer weg sind wird das auch noch wesentlich attraktiver, so Rösch´s Meinung. Auf den Absperrgittern in der Altstadt empfahl Rösch den Machern Banner aufzuhängen, damit auch die Stadtbummler und Flaneure wissen, dass hier gerade der Triathlon läuft.

Super Weiterentwicklung
Fast euphorisch lobte der Zweite Steffen Liebetrau die diesjährige Veranstaltung. Die Veranstalter hätten ihre Hausaufgaben gemacht, so habe sich nach der schwierigen Premiere im letzten Jahr, vor allem die Radstrecke super weiterentwickelt und sei noch schneller geworden. „Mit dem Köln-Triathlon werde es bergauf gehen“, prophezeite der Top-Athlet. Zum Rennen befragt hatte er sich mehrfach überlegt nicht zu finishen, da er gerade in der Vorbereitung für den Ironman auf Hawai sei. Aber als Mitteleuropäer habe er sich dann gesagt „Scheiss auf Hawai“ und halte lieber an Deinem Lieblingsplatz in Köln durch. Dass er nicht auf seinem Top-Fahrrad gefahren sei, das gerade auf einer Messe ausgestellt ist, sei auch ein Manifest gegen den Materialfetischismus. Sicher hätte ihm das einen geringen Zeitverlust eingebracht, so Liebtetrau.

Auf dem dritten Platz bei den Männern landete Jerome Philippe in einer Zeit von 8:49 Stunden. Bei den Frauen gewann Allmuth Grüber vor Nicole Woysch.

Zielschluss ist heute um 23:00 Uhr, dann werden die letzten Triathleten der „cologne classic“-Mitteldistanz und der „cologne 226“ müde und abgekämpft durchs Ziel laufen.

Aktualisiert, 8.9.2008, 10:07 Uhr > Oliver Strankman siegt über Smart Distanz
Am Vortag starteten bei trockenem und warmem Wetter annähernd 700 Athleten des Köln Triathlon / Cologne226 über die Smart Distanz. In zwei Teilnehmerwellen erfolgte der Start über die Distanz von 700 Meter Schwimmen, 24 Kilometer Rad fahren und 7 Kilometer Laufen. Oliver Strankman aus Witten siegte mit deutlichem Vorsprung in einer Endzeit von 1:12:05h vor Dennis Lüke (1:16:28h) und Jens Roegiers (1:17:48h). Bei den Frauen erreichte die Berlinerin Julia Leeders in 1:24:31h das Ziel, gefolgt von der Kölnerin Daniela Kösler (1:26:33h) und Julia Pikos (1:27:55h).


CologneClassic Distanz mit Teilnehmerrekord
Um die Mittagszeit starteten mehr als 800 Sportler über die Mitteldistanz von 2,5 Kilometer Schwimmen, 90 km Rad fahren und 21 Kilometer Laufen. Bei seinem ersten Start über die Mitteldistanz siegte Christian Weimer in 4:08:44h, gefolgt von Christian Ritter (4:11:36h) und Daniel Blankenfuland (4:12:36h). Mit guter Leistung auf dem Rad und beim Laufen gewann Isa Roth das Frauenrennen beim CologneClassic (Endzeit 4:48:08h) vor Jennifer Lehmler (4:52:04h) und Nadine Baks (4:53:42h).

Cologne226 extreme+ erstmals erfolgreich durchgeführt
Den zweigeteilten Wettkampf Cologne226 extreme+, eine Addition der Endzeit von der CologneSmart und Cologne226 Distanz, gewann Thorsten Jonischkeit vor Oliver Becker und Stefan Richter.

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Andi Goral für report-k.de / Kölns Internetzeitung

 

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