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Köln, 14.9.2008, 23:57 Uhr > Über 100 Denkmäler hatten ihre Türen und Tore geöffnet am heutigen Sonntag. Zwei davon waren am Tiefbunker in der Rolshover Straße 587 offen und über 350 Besucher drängten hinein. Auch die Veranstalter das Institut für Festungsarchitektur (CRIFA) hatte mit einem solchen Andrang nicht gerechnet.
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Foto oben: Dichtes Gedränge auch im inneren des Bunkers, hier im ehemaligen Maschinenraum.
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Fotostrecke: Der Tag des offenen Denkmals 2008 in Köln Poll am Tiefbunker >>>
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Vor dem Katholischen Jugendwohnheim Bernhard Letterhaus in Köln-Poll, auf dessen Gelände der Tiefbunker liegt, herrschte dichtes Fahrradgedränge. Denn viele Besucher des Tages des offenen Denkmals hatten das schöne Wetter genutzt und waren mit dem Fahrrad von Denkmal zu Denkmal gependelt. Der Tiefbunker, so der Beschreibungstext, gilt als einer der wenigen unverbaut erhaltenen. Zwar zieren seine Wände heute Grafittis, aber an manchen Stellen sind noch die Original Schrifttafeln erhalten. Auch dort wo die Toiletten waren gähnen Löcher.
Der Bunker wurde Anfang der 40er Jahre erbaut. An der Oberfläche sieht man einen viereckigen Betonklotz der der Lüftung diente. Die Wandstärke des Bunkers beträgt 1,80 Meter und ist mit Stahl armiert. Die Decken sind zwischen 1,40 Metern und 3,00 Metern dick. Der Bunker konnte 500 Menschen aufnehmen. In den Bombennächten von Köln im II. Weltkrieg kam es aber, so die Festungsforscher, häufig zu Überbelegungen während der Bombardements, die Menschen besonders quälten. Wenige sanitäre Einrichtungen, schwierige Licht, Luft- und Temperaturverhältnisse, nicht ausreichende Sitzgelegenheiten, dazu Angst, Panik und Schreie der Menschen haben hier in den Bombennächten vorgeherrscht. Heute erzählen die Räume diese Geschichten nicht mehr. Sie sind heute Lager des Jugendwohnheims oder Fahrradkeller.
Der heutige Tag war wahrscheinlich der Letzte, an dem man den Bunker so vollständig ansehen konnte. Im Jahr 2009 soll er einer Tiefgarage weichen. Vergleichbare Bauten gibt es in Köln am Helmholtzplatz, am Bebelplatz und der Langmaß Straße.
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Andi Goral für report-k.de / Kölns Internetzeitung |