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Trotz Nieselregen: Lange Nacht der Museen Veranstalter melden 20.000 Besucher

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Köln, 2.11.2008, 11:55 Uhr >
20.000 Besucher meldet der Veranstalter die Stadt Köln und das Kölner Stadtmagazin "Stadtrevue" zur neunten Auflage der Langen Nacht der Kölner Museen. Das Wetter allderdings spielte in diesem Jahr überhaupt nicht mit, denn die Nacht war nass. Aber das trübte die Freude nicht und auch der kleine Platz vor dem Stadtmuseum immer gut gefüllt mit Kölschgenießern. Neben den musealen und Kunsttouren gabe es ein pickepackevolles Begleitprogramm von über 200 Konzerten, Lesungen und Performances. Im Wallraf-Foyer gingen erst nach 6:00 Uhr die Lichter aus auf der "le pop"-Party.
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Foto oben: Jack in the box baute seinen Kunstcontainer auf dem Friesenplatz auf und der Kölner Künstler Adrian Wellmann inszenierte seine Installation "AussenraumInnen".
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Schon vor dem offiziellen Beginn um 19:00 Uhr so berichten die beteiligten Museen haben sich lange Schlangen vor den Eingängen gebildet. Denn viele Besucher starteten in ihrem Lieblingsmuseum und schuttelten erst dann weiter. Acht Stunden bis drei Uhr morgens konnten die Kölner Kunstorte abgeklappert werden. Das Schokoladenmuseum feierte einen ganz besonderen Tag in dieser langen Nacht der Kölner Museen. 15 Jahre ist man jetzt an der Nordspitze des Rheinauhafens mit dem weltbekannten Schokoladenbrunnen zu Hause. Grund genug dieses Ereignis ausgiebig zu feiern. Die Veranstalter gehen von rund 100.000 Besuchern an allen Orten der Langen Nacht der Kölner Museen aus. Nun ist die lange Nacht der Kölner Museen schon lange keine Nacht die auf die Museen beschränkt ist, sondern bezieht viele Orte an denen Kunst ausgestellt, Musik aufgeführt wird mit ein. Diese Vielfalt macht den besonderen Reiz aus die Kunst- und Kulturstadt Köln bei Kunstlicht zu erleben.

Die Höhepunkte der neunten Nacht der Kölner Museen:
Die neue Designabteilung im Museum für Angewandte Kunst, die ganz frisch eröffnet wurde bot einen faszinierenden Einblick auf die Arbeiten von Frank Lloyd Wright bis Philippe Starck, aber auch auf Werke von Schlemmer, Kandinsky oder Mondrian. Auf 700 qm gabe es über 300 Werke neu arrangiert. Dazu hatte das Museum für Angewandte Kunst auch noch einen weiteren Leckerbissen im Angebot die Sonderausstellung zu „Nico – Stationen einer Popikone“ und einem direkten Kölnbezug. Die Freunde historischer Eisenbahnen konnten eine Fahrt im roten Schienenbus zum Rheinischen Industriebahnmuseum in Köln Nippes erleben. In der Innenstadt lockte zudem das Museum Ludwig mit seiner gerade gestarteten großen Gerhard Richter Schau. In den Räumen des BBK im Stapelhaus konnten die Lichtinszenierungen der aktuellen Kölner Kunstpreisträger besichtigt werden.

Für Sportfreunde gab es eine Sonderausstellung zu „100 Jahre rund um Köln“, dem Radklassiker, der ausgerechnet in diesem Jahr, dem Jubiläumsjahr, plötzlich einsetzendem Schneefall zum Opfer fiel. Im NS-Dokumentationszentrum gab es neben den ständigen Ausstellungen Theater und Lesungen. So führte der bekannte Regisseur Ali Jalaly mit seinem Ensemble das Werk „Die Welle“ auf , Serdar Somuncu präsentierte in einer Preview sein Programm „Hassprediger“ und der Schriftsteller und Musiker Dirk Hespers erinnerte mit „ Songs der Edelweißpiraten und der Bündischen Banden“ an die unangepassten Jugendgruppen im Dritten Reich.


Jack in the Box und E.I.F.N.CK.
Jack in the Box hat das “Erste Institut für nachhaltige Container-Kultur” (E.I.F.N.CK.) ins Leben gerufen und verbindet Beschäftigungsmodelle mit Kulturarbeit. Jack in the Box sitzt in Ehrenfeld und hatte auf dem Friesenplatz einen riesigen Seecontainer aufgebaut. Diesen Container können Künstler für ihre Arbeiten mieten. Im Rahmen der langen Nacht der Kölner Museen präsentierte der Kölner Künstler Adrian Wellmann seine Arbeit „AussenraumInnen“. Es ist ein akustischer Spaziergang über den nächtlichen Friesenplatz, dem man mittels Kopfhörern im Container nacherleben kann, der auf dem Außenraum Friesenplatz steht. Damit durchdringen sich Innen- und Außenraum.
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Andi Goral für report-k.de / Kölns Internetzeitung

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