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Köln, 17.1.2009, 11:00 Uhr > Im Rahmen der PASSAGEN 2009 und der Designzone Ehrenfeld präsentiert "Jack in the box", ein Verein für Entwicklung innovativer Modelle der Beschäftigungsförderung, den prämierten Architektur-Wettbewerbsentwurf „mobile working station“ in der Werkhalle auf der Brache des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld.
Der Entwurf
Die „mobile working station“ ist ein Entwurf von sechs zu einer ästhetisch wie funktional anspruchsvollen Arbeits- und Präsentationsplattform um- und ausgebauten, 12 Meter langen, „überhohen“ so genannten High-Cube-Seecontainern. „Der Entwurfsgedanke für die „mobile working station” basiert auf der Vernetzung von sechs so genannten „mobile working units”, sechs Seecontainern auf drei Ebenen, die eine gemeinsame Infrastruktur für junge Unternehmensgründer bereitstellen“, erläutert die Architektengruppe „mobile spaces“, bestehend aus den Architekt/innen Ho-Seop Kim, Jan Hohlfeld, Heribert Weegen und Anne Meyer, ihren Entwurf.
In Essen prämiert
Der Entwurf wurde im Februar 2008 von der Entwicklungsgesellschaft Zollverein mbH, die den Architektur-Wettbewerbs „mobile working spaces– Temporäre Bauten als Raumangebote für Gründer“ ausgelobt hatte, prämiert. Die Auslobung sollte die Entwicklung zeitgemäßer temporärer Architektur fördern. Gefragt war nach Entwürfen für „moderne, experimentell gestaltete, temporäre und mobile Gebäude mit flexibler Innenraumgestaltung für die Nutzung als Büro, Atelier oder Labor zur Vermietung an designorientierte, junge Unternehmen zum weiteren Ausbau der Kreativwirtschaft auf dem Gelände des Zollvereins”, so die Formulierung der Wettbewerbs-Aufgabe. Ziel des Wettbewerbs war es, mit der Prämierung geeigneter Projekte alternative Ideenkonzepte zur Realisierung auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen zu erhalten.
Entsprechend des mit der Prämierung des Entwurfs erteilten Realisierungsauftrags soll mit der „mobile working station“ 2010 auf dem Areal des Weltkulturerbes Zollverein ein international ausstrahlendes, „Gravitationszentrum“ geschaffen werden, in dem eine kreative Netzwerkforschung vielfältige Kooperationsprozesse initiieren und organisieren soll und das unterschiedlich ausgerichteten Unternehmungen ermöglichen wird, geschäftlich erfolgreich tätig zu sein und ihre branchenspezifischen Spitzenleistungen an prominentem Ort zu präsentieren und medienwirksam zu kommunizieren.
Hintergrund "Jack in the box"
Realisierungspartner des Projekts „mobile working station“ ist eine Arbeits- und Interessengemeinschaft Kölner Bürger/innen, die sich im April 2006 in Köln-Ehrenfeld um den Sozialarbeiter Martin Schmittseifer zu dem gemeinnützigen Verein "Jack in the box" zusammengeschlossen hat. "Jack in the box" führt in Modellprojekten zur beruflichen und sozialen Eingliederung von Arbeitsuchenden, die um den Um- und Ausbau von ausgedienten Seecontainern konzipiert sind, Sozialarbeit und Architektur in einem einheitlichen Handlungsfeld zusammen. "Jack in the box" beschäftigt, fördert und qualifiziert Arbeitsuchende im Arbeitslosengeld II-Bezug, für die der Verein mit jedem Projekt eine Vielzahl interner Arbeitsgelegenheiten eingerichtet. „Es liegt soviel Potential brach“, beklagt Martin Schmittseifer, Sozialarbeiter und 1. Vorsitzender von "Jack in the box", und beschreibt zugleich einen der Beweggründe seines Engagements. „Jeder Mensch verfügt über ein ihm je eigenes Potential. Und dieses Potential versuchen wir durch die arbeitsmarktnahe, sinnstiftende Arbeit an den Containern zu fördern“, erklärt Martin Schmittseifer.
Ausstellungsdauer und Ort
19. und 25.01.2009 täglich um 14 bis 21 Uhr
Brache des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld
Vogelsanger Straße 231
Ein Experten-Hearing unter dem Titel „„mobile working spaces“ – temporäre und mobile Experimentalarchitektur“ findet am Donnerstag, den 22.01.2009, ab 19.00 Uhr statt.
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