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Rheinufer Straße: Tunnellösung light – Anwohner kritisieren Grüne Verkehrspolitik

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Köln, 9.8.2009, 22:02 Uhr >
Mit einer Kunstaktion protestieren die Bürgerinitiative Rheinufer Straße und das Netzwerk „Bürger für Bäume“ für eine Tunnellösung light und gegen eine „Landschaftsbrücke“, wie sie die Kölner CDU vorschlägt. Auf besonderes Unverständnis führen bei den Bürgern die Argumente und die Verkehrspolitik der Kölner Grünen.
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Foto oben: Der Düsseldorfer Künstler Heiko Beck macht mit seiner Kunst auf die geplante Fällung der Bäume aufmerksam.
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Diese markierten Bäume würden bei einer großen Tunnellösung auch der Motorsäge zum Opfer fallen.
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"Tunnel light" gefordert
„Wir streiten für eine möglichst kurze, schmale, preiswerte und vor allen Dingen baumschonende Variante eines Tunnel light“, schreiben die Initiatoren der Kunstaktion, die noch bis morgen Abend an der Rheinufer Straße an der Einfahrt zum „Kap am Südkai“ zu sehen ist. Damit will man auch die Menschen die im Berufsverkehr vorbeikommen auf die Aktion aufmerksam machen. Die Landschaftsbrücke würde einen schweren Einschnitt in die Lindenallee bedeuten fürchten die Initiatoren der Aktion und haben die Bäume markiert die gefällt werden sollen. Auch der von der SPD vorgeschlagene sechsspurige Ausbau bedeute Massenfällungen, so die Aktivisten. Der Eingriff für eine Tunnel, oder die Troglösung, dürfe maximal von der Südbrücke bis zum Kap am Südkai erfolgen. Die Strecke zwischen Kap am Südkai und dem Ubierring solle unangetastet bleiben, so die Forderung. Nötig wird dies, da mit Fertigstellung der Nord-Südstadtbahn die Linie 16 die Rheinufer Straße an der Südbrücke kreuzen wird.


Grüne Verkehrspolitik in der Kritik

Völlig auf die Palme bringt die Anwohner allerdings die Verkehrspolitik der Kölner Grünen. Die Anwohner haben große Angst, dass wenn die Bonner Straße verengt ist, der gesamte Verkehr über die Rheinufer Straße rollt. Dazu kommt der Zusatzverkehr der entsteht wenn die Fachhochschule ihren Campus realisiere und eine der größten Parkgaragen, die unter dem Rheinauhafen. Ein Vorrangschaltungssystem (BÜSTRA) für die KVB-Bahn, wenn kein Tunnel gebaut werde, wie sie die Grünen vorschlagen, bedeute dann endlose Staus, so die Anwohner. Denn bei einer Bahnvorrangschaltung, die übrigens jetzt auch am Ubierring  nicht vorhanden ist, würde der Autoverkehr 90 Sekunden lang warten müssen, so die Anwohner. Dann seien lange Staus vorprogrammiert.

Kölner Bürger Bündnis fordert Nachdenken über Planungen
Auch Elke Stucken vom Kölner Bürger Bündnis, die heute morgen vor Ort war, befürchtet das die angrenzenden Veedel durch die jetzt geplante Verkehrspolitik zusätzlich belastet werden. Das Kölner Bürger Bündnis befürchtet ebenso wie die Initiativen, dass der Planung über 100 Bäume zum Opfer fallen werden. Den sechsspurigen Ausbau der Rheinufer Straße lehnt man ebenso ab und folgt der Argumentation des Baudezernenten Bernd Streitberger, der dies als „Fehlplanung“ bezeichnet hat. Das Kölner Bürger Bündnis fordert auch die Zeit, die durch den Archiveinsturz gewonnen wurde, für eine sinnvolle Überarbeitung der Planung zu nutzen, als jetzt einfach weiterzuarbeiten. Am 18. August 2009 veranstaltet das Kölner Bürgerbündnis im Bürgerhaus Stollwerck eine Diskussion zum Thema. Mit dabei Oberbürgermeisterkandidat Dr.Martin Müser. [Raum 507, Dreikönigenstraße, 50678 Köln]


Provokantes an der Rheinufer Straße
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Der Künstler will Aufmerksamkeit schaffen
Mit Provokation macht Aktionskünstler Heiko Beck aufmerksam. Auf dem Mittelstreifen hat er Figuren mit Motorsägen aufgestellt und Baumstümpfe. An den Seiten spielt er auf Düsseldorf an. Schon in der Nacht, als die Aktion aufgebaut wurde gab es erste Reaktionen gab der Künstler zu Protokoll: „Warum wollt ihr den die schönen Bäume weghaben?“ riefen im jugendliche Partygruppen zu.

Mehr Infos gibt es unter: www.kein-kahlschlag.de
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Andi Goral für report-k.de / Kölns Internetzeitung

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