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Löw rüffelt Podolski nach Wortgefecht mit Reporter

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Köln, 4.3.2010, 17:50 Uhr > Joachim Löw hat Lukas Podolski nach dessen Wortgefecht mit einem Journalisten nach dem Länderspiel gegen Argentinien gerügt. "Seine Reaktion ist nicht zu rechtfertigen", sagte Löw.
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Bei Lukas Podolski liegen die Nerven derzeit offenbar blank: Nach dem 0:1 (0:1) der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien sorgte der Nationalspieler in der Interview-Zone für einen Eklat. Der 24-Jährige lieferte sich mit einem Journalisten ein hitziges Wortgefecht und wollte diesem sogar das Handy aus der Hand schlagen. Heute entschuldigte sich Podolski für seine Entgleisung via DFB-Homepage. "Ich fühlte mich von ihm durch einige Anmerkungen zum Spiel provoziert und habe ihm deutlich meine Meinung gesagt. Wenn ich mich im Ton vergriffen habe, entschuldige ich mich dafür", erklärte der Kölner Stürmer. Zu Vorwürfen, es sei auch zu Handgreiflichkeiten gekommen, stellte er jedoch klar: "Ich habe ihn nicht geschlagen." Auch Teammanager Oliver Bierhoff betonte, "dass es nicht zu Handgreiflichkeiten gekommen ist".

"Poldi" kommt mit blauem Auge davon
Von Bundestrainer Joachim Löw, den Podolski nach dem Vorfall persönlich über das Geschehen informiert hatte, gab es dennoch erneut einen Rüffel. "Natürlich war bei Poldi die Enttäuschung über die Niederlage groß, und dann reagiert man unmittelbar nach dem Spiel oft sehr emotional. Trotzdem ist seine unbeherrschte Reaktion nicht zu rechtfertigen", sagte Löw. Bei einem Gespräch, an dem auch DFB-Präsident Theo Zwanziger und Bierhoff beteiligt waren, habe er dies "auch sofort eingesehen und sich deshalb für seine Wortwahl entschuldigt", so Löw weiter: "Dies akzeptieren wir so. Wir haben ihm aber klar gemacht, dass er da an sich arbeiten und künftig besser unter Kontrolle haben muss." Von einer Geldstrafe sah der Bundestrainer diesmal ab.

"Poldi" war nach der ersten Auseinandersetzung mit dem TV-Reporter schon im Mannschaftsbus verschwunden, kam dann aber noch einmal wutentbrannt in die Interview-Zone zurück. Dort attackierte er den Journalisten erneut verbal. Podolski wollte die Angelegenheit "vor der Tür" austragen. "Komm! Komm! Komm raus!", schrie er, wurde dann aber von Mitarbeitern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgehalten.

Torfrust in der Bundesliga
Der 70-malige Nationalspieler, der in der Bundesliga seit 1390 Minuten auf ein Tor wartet, spielt im DFB-Team seit April 2009 auf Bewährung. Damals hatte er im WM-Qualifikationsspiel gegen Wales in Cardiff Mannschaftskapitän Michael Ballack auf dem Feld geohrfeigt und sich dafür einen Anpfiff von Löw und eine Geldstrafe eingehandelt. Am Samstag steht Podolski erneut im Blickpunkt. Dann kommt es zum Wiedersehen in Köln mit seinem Ex-Klub Bayern München.
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[sid]
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