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Kölner Zoo: Zerzauster Nachwuchs bei den Flachlandgorillas

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Köln, 11.3.2010, 14:35 Uhr >
Erst vor einer Woche erblickte der kleine Flachlandgorilla im Kölner Zoo das Licht der Welt. Noch traut er sich aus dem Arm seiner Mutter Gina nicht hervor.

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Foto oben: Mutter Gina mit ihrem kleinen Nachwuchs
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Foto: Mutter Gina mit ihrem kleinen Nachwuchs
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Silberrücken Kim war höchst besorgt
Kaum zu entdecken war der Nachwuchs von Gorilla-Dame Gina heute im Kölner Zoo. Denn der kleine Affe drängte sich dich in das Fell seiner Mutter und traute sich aus ihrem Arm nicht hervor. Die leckte ihrem Kind liebevoll das zerzauste Fell und ließ es keine Sekunde aus den Augen. Auch Vater Kim war heute angesichts der vielen Kameras und Fotoapparate sichtlich um seinen Nachwuchs besorgt. Immer wieder baute er sich vor der Fensterscheibe auf, um seinen kleinen Gorilla abzuschirmen.

Einen Namen hat der Gorilla-Nachwuchs noch nicht, da die Pfleger das Tier bislang noch nicht untersucht haben und daher noch kein Geschlecht feststellen konnten. Sollte es ein Weibchen sein, wird sein Name mit „G“ wie Gina beginnen, ist es ein Männchen mit „K“ wie Vater Kim. Der duldet in seiner Gorillagruppe zwar keine Konkurrenz, doch Flachlandgorillas werden erst mit etwa zehn Jahre geschlechtsreif. Bis dahin bleibt der kleine Flachlandgorilla erst einmal im Kölner Zoo. In den nächsten Jahren dürfte man ihn eh noch nicht von seiner Mutter entfernen, da sie eine enge Bindung aufbauen. Zwei Jahre lang wird Gina ihr Kind stillen und erst nach vier Jahren wird es sich von seiner Mutter lösen.


Foto: Silberrücken Kim
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Infobox: Flachlandgorillas
Die Gorillas gehören zu de Menschenaffen und sich die größten lebenden Primaten. Sie fressen ausschließlich Blätter und andres Grünzeug. Gorillas sind etwa 1,25 bis 1,75 Meter groß und leben in den mittleren Teilen Afrikas. Weibchen wiegen 70 bis 90 Kilogramm, Männchen erreichen ein Gewicht von bis zu 200 Kilogramm. Menschenaffen leben in Gruppen zusammen, die bis zu 40 Tiere umfassen können. Im Kölner Zoo leben derzeit sieben Tiere. Dabei ist in Köln wie in der freien Natur in jeder Gruppe meist nur ein ausgewachsenes Silberrücken-Männchen. Er übernimmt die dominante Rolle und ist der einzige, der sich fortpflanzt. Die Paarung erfolgt dabei über das ganze Jahr.

Das Weibchen trägt seinen Nachwuchs ähnlich wie der Mensch rund neun Monate. Die Jungtiere sind gerade einmal 2 Kilogramm schwer und können sich anfangs nicht alleine fortbewegen. Mit rund drei Monaten lernen sie zu krabbeln und reiten danach mehrere Jahre auf dem Rücken der Mutter. Nach etwa vier Jahren werden sie von dieser entwöhnt. Dementsprechend bekommt ein Gorilla-Weibchen etwa nur alle fünf Jahre neuen Nachwuchs – es sei denn das Jungtier stirbt. In freier Wildbahn liegt die Sterberate etwa bei 42 Prozent. Die Lebenserwartung der Gorillas liegt bei 35 bis 40 Jahren.
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Cornelia Schlößer für report-k.de/ Kölns Internetzeitung
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