Köln, 25.6.2007, 10:30 Uhr > Linus Talentprobe und die letzten Sonnenstrahlen vor einem völlig verregneten Wochenende verwöhnen das härteste, aber auch fairste Publikum der Welt, das sich auch ein wenig von Show blenden lässt, aber ist es nicht so, dass über der Bühne auch immer der Satz steht "There is no business like show buiseness", aber davon später mehr.
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Foto oben: Auch für perfekte Tanzshows gibt es die grüne TOP-Karte :-) Verdientermassen.
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Der Freundeskreis kam dieses Mal vom Finanzamt aus Dormagen und die müssen all ihre Altpapiercontainer geplündert haben, denn noch nie gab es soviele Papptafeln mit Sprüchen drauf... Und dieses Mal gab es eine Menge hübscher junger Damen die sich zum Tanzen auf den verlängerten Bühnentresen trauten, endlich mal...
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Sarah Laschet aus Seck musste als Eisbrecher auf die Bühne und das machte die junge Dame richtig gut. "I wanna dance with somebody" von Whitney Houston wurde live performt und die ersten grünen Kärtchen mit der TOP-Aufschrift reckten sich Sarah entgegen. Locker flockig nutzte Sarah Laschet die ganze Bühne aus und bekam auch gute Noten bei der Abstimmung nur, so ganz reichte es dann nicht in den Recall.
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Siggi Reuter, war eigentlich als Duo vorgesehen und kam dann doch ultracool mit Seventies Sonnenbrille auf die Tanzbrunnen Stage. "Hang on Sloopy" von The McCoys intonierte Siggi mehr bescheiden als völlig überzeugend und bekam den ein oder anderen charmanten Rücken und in der Mehrzahl rote Karten zu sehen. auch bei der Abstimmung für die Finalrunde übertönten die Buh-Rufer doch die eingefleischten Siggi-Fans, so daß auch für ihn galt: Kein Recall.
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Michaela Liebsch überzeugte da doch mehr, vor allem erfrischend ihr Song von Silbermond "Durch die Nacht", daß auch aktuelle Chartsknaller in die Linus Talentproben-Show kommen. Michaela hat eine klasse Stimme und brachte den Song gut rüber, aber dennoch reichte es hauchzart nicht für den Recall.
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Dann ging der Großmeister des Kölner Showgeschäfts erst einmal duschen, sagte aber vorher noch Gitte an, die Trude Herr´s Interpretation von "Ich will keine Schokolade" im Gepäck hatte. Nun ist Gitte eine gestandene Frau, die aber mit einem Wahnsinns Temperament über die Bühne fegte, dass sich manch einer der jüngeren Aspiranten ein Stückchen davon abschneiden konnte. Das Publikum dankte es und rockte so mit, dass auch der halbnackte Linus keine wirklichen Emotionen mehr hervorrufen konnte. Klarer Fall: Recall!
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Güner-Fans
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Etwas unfair ging das Publikum mit Aykut Güner aus Köln um, denn der hatte als erster Interpret ever ein Stück der Richtung Türk-Pop dabei: Tarkans "Simarik". Und Aykut ging ab wie eine Rakete, bot eine traumhafte Gesangsleistung und auch Bühnenshow. Der Junge hat echt Talent, nur leider stand das Publikum nicht so 100 Prozent auf orientalische Rythmen, sondern war in eine fanatische Pro und eine etwa gleich große Contra-Gruppe aufgeteilt. Das zeigte sich auch bei der Verteilung der grünen und roten Karten, so dass es ungerechterweise für Aykut Güner hieß: Kein Recall.
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Noch böser erwischte es Silja Fischer, auch aus Köln, die hatte "Bitch" von Meredith Brooks einstudiert, konnte aber leider gar niemanden überzeugen, außer natürlich ihre Hardcorefans und bekam dementsprechend oft die rote Karte gezeigt. Auch für Silja Fischer hieß es nach der ersten Runde: Finito, Aus und Vorbei.

Kölsche Mädcher on Stage
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Floptime
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Ganz anders der Grevenbroicher Odo Cullmann, ganz der Bühnenprofi im Cyanfarbenen Shirt mit 99 Aufdruck, cooler oranger Sonnenbrille, Käppi und Zopf machte er auf "Mr. Boombastic" wie das gleichnamige Stück von Shaggy, dass er auch vortrug. Der Mann ist zu 100% auf der Bühne zu Hause, das merkt man sofort, er braucht die Bühne und versteht es das Publikum um den kleinen Finger zu wickeln: Recall!
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Emilie aus Köln hatte dagegen mit dem Gloria Gaynor Klassiker "The eye of the tiger" gar kein Glück. Stimme und Show überzeugten das Publikum wenig, die qoutierten den Auftritt mit einer Menge roter Karten, was soviel bedeutete wie AUS für Emilie nach der ersten Runde.
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Noch schlimmer traf es Jens Gillesen, der sich sogar in Bühnenpositur geworfen hatte und Schmidtchen Schleicher mit den elastischen Beinen von Nino Haak vortrug und so könnte man schätzen die Hälfte fands toll und vor allem die jüngeren Besucher der Talentprobe fandens gräulich, Fazit für den Jungbühnenstar: No Recall!
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Lena Lokinska, ist nun nicht gerade die Bühnendiva, sondern eher der nette kleine schüchterne Jeansmädchentyp, aber die Lady hat eine fulminante Stimme und verfügt über eine hohe Musikalität. Lena ist eines der Talente, die würde sie ordentlich gecoacht und gemanaged, die könnte mit ihrem Stimmtalent es weit bringen. Allerdings bräuchte die Gute zunächst einmal eine Styleberatung, denn in grauen Schlabberjeans und einem grauen Sackähnlichen Oberteil, plus ausgelatschten Stiefelleten, so mooven noch nicht einmal anerkannte Rockröhren auf die Bühne. Lena Lokinska hatte Anastasia im Gepäck, "I´m outta love", das sie bis zur Perfektion sang und das brachte ihr ganz locker den Recall.
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DER RECALL

Dieser junge Mann tanzte noch bei der ersten Interpretation von Gitte auf dem Tresen
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Mr. Sixpack begeisterte die im Publikum anwesenden Damen
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Der Junggesellenabschiedstanz
Für Gitte Jürgens war der Recall ein riesen Problem, denn Gitte kann kein Englisch, so textete sie kurzerhand den Donna Summer Hit "She works hard for the money" um, allerdings nur mit mässigem Erfolg, aber dennoch großen Applaus und vor allem Respekt, dass trotz mangelnder Sprachkenntnisse Gitte sich nicht hat unterkriegen lassen und tapfer auf die Bühne gekommen ist. Platz Drei am Ende für Gitte Jürgens.
Lena Lokinska hatte von Aretha Franklin "Natural Women" gezogen und nicht nur, dass die junge Sängerin den Text komplett auswendig kannte, sie interpretierte das Stück hervorragend, eigenwillig und absolut stimmlich korrekt. Lena Lokinska war die beste Sängerin an diesem Abend und das mit Abstand, ihr tonwertumfang beeindruckend und man muss bewußt sagen, hier liegt ein Talent vor, dass entwickelt werden muss. Aber das Outfit und die Bühnenshow waren eben nicht der Renner und darauf achtet gerade ein Publikum, dass auch immer ein bischen animiert werden will... Hier hat Lena Lokinska aus Köln auf dem letzten halben Meter verloren, aber immerhin ein beeindruckender Platz 2.
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Odo Cullmann machte das Rennen bei der dritten Talentprobe 2007
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Platz 1 für den Showman
Ganz anders dagegen Odo Cullmann, der Lena Lokinska gesanglich nicht das Wasser reichen kann, was nicht bedeuten soll er kann nicht singen. Dafür ist Cullmann der Showman durch und durch. Das weiß er auch ganz genau und diese Stärke setzt er auch zu mehr als 100 Prozent ein und das hat ihm in der letzten Konsequenz das 10tel Vorteil gebracht und ihn zum Sieg geführt. Damit ist ein Wiedersehen im September garantiert. Gesungen hat Odo Cullmann konsequent vom Blatt und zwar "Sex Bomb" von Tom Jones. Und das Schönste daran, die Songs passten irgendwie auch zu den beiden Hot Shots des Abends.
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[Andi Goral für report-k.de / Kölns Internetzeitung] |