Heiner Lauterbach schreibt für report-k.de seine FC-Kolumne. Foto: Bopp

Köln | Die beste Saison seit 28 Jahren. Die FC-Anhänger sind stolz auf die Truppe von Steffen Baumgart.

Schauspiel-Star Heiner Lauterbach fiebert Woche für Woche mit dem FC mit. Und schreibt exklusiv für report-k seine fiktive „Kabinenansprache“ an die Jungs mit einem Augenzwinkern.

1.FC Köln: Heiner Lauterbach verteidigt Jonas Hector

Diesmal geht es am Samstag gegen Mainz 05. Das Stadion wird voll sein. Und hier kommt Lauterbachs Ansprache…

Männer, bevor ich euch ein paar Takte zu Mainz, unserem heutigen Gegner sage, lassen wir, wie immer, das Spiel der vergangenen Woche noch einmal Revue passieren.

Alles in allem kann man sagen, wir hatten einen rabenschwarzen Tag. Der Fußball hat ja auch immer ein bisschen was mit Glück zu tun, und davon hatten wir letzten Samstag gar keins. Es ging damit los, dass keiner von euch seine gewohnte Form finden konnte. Keiner, ohne Ausnahme.

Es fing mit unserem Torwart an, der allerdings noch am ehesten an seine Normalform anknüpfen konnte. Allerdings – an einem wirklich guten Tag bleibt er beim Gegentor aufrecht stehen und vermeidet das kleine bisschen weg kippen. Dann hält er den Ball, der so schon seine Brust berührt hat. Und es zieht sich über unseren Kapitän, „Mister Fehlerlos“, der an diesem Tag tatsächlich mal einen Fehler begangen hat.

Ich kann mich nicht daran erinnern, ihn jemals einen vergleichbaren Fehler gemacht haben zu sehen, inklusive aller Freundschafts – und Trainingsspiele. Es zieht sich in der Tat bis hin zum Linksaußen. Unter diesen unglücklichen Bedingungen ist es natürlich schwer, ein Spiel zu gewinnen.  Aber – und das ist für mich das eigentlich Wichtige: ihr habt alles gegeben.

Für mich ist Mainz die am meisten unterschätzte Mannschaft im deutschen Profifußball

Heiner Lauterbach

An eurer Einstellung, an eurer Bereitschaft hat es nicht gelegen. Das einzige was ich zu bemängeln habe ist, dass wir nicht genügend aufs Tor geschossen haben. Dass wir nicht genügend Vertikalläufe gestartet haben. Dass wir nicht steiler in die Spitze gespielt haben. Mutiger. Aggressiver. Entschlossener. Aber wie gesagt, ihr hattet alle einen schwarzen Tag. Abgehakt.

Jonas Hector verursachte den Rückstand in Berlin. Foto: IMAGO / ZUMA_WIRE

Nun zum heutigen Gegner: Für mich ist Mainz die am meisten unterschätzte Mannschaft im deutschen Profifußball. Das gleiche gilt für ihren Trainer. Sie fliegen immer so ein bisschen unter dem Radar. Aber eine brandgefährliche Truppe, die immer und überall alles gibt. Neben der zweitbesten Defensive der Liga, verfügen sie über pfeilschnelle und hoch talentierte Angriffsspieler. 

Sie haben zwar eine schwierige Zeit hinter sich, mit dem unglücklich verloren gegangenen Mittwochsspiel in Augsburg.

Aber: wenn nichts sicher ist, dann doch das, dass sie heute trotzdem wieder alles geben und uns alles ab verlangen werden. 

Also, geht raus und kämpft sie nieder. Dieser Sieg muss unser werden. Unter diesen Vorzeichen, wir haben ein Heimspiel, der Gegner befindet sich in einem aufreibenden Rhythmus und wir haben unsere unglücklichen Momente für diese Saison verballert.

Wenn ihr also eure großartige Moral behaltet, werden wir als Sieger vom Platz gehen. Und wenn ihr aufs Tor schießt natürlich. Denn, die vielleicht aller älteste Fußball Regel der Welt, besagt: Wer nicht aufs Tor schießt, kann keines erzielen.