Köln | In der Bezirksvertretung Nippes werden in Zukunft 5 Parteien und Gruppierungen zusammenarbeiten. Diana Siebert, Grüne, soll neue Bezirksbürgermeisterin werden und Marc Urmetzer, FDP, ihr Stellvertreter. Nach 2,5 Jahren soll Urmetzer von Markus Frank, Linke, abgelöst werden. Die Grünen haben nach der Wahl 6 Sitze alle anderen Kooperationspartner je 1 Sitz. Es arbeiten zusammen: Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Gut, Klima Freunde und FDP.

In der Kooperationsvereinbarung betonen die Kooperationspartner, dass sie Nippes als buntes Veedel ohne Rassismus erhalten wollen. Unter anderem wollen sie 1.000 Bäume neu pflanzen und die Kempener Straße soll zu einer grünen Oase werden. Alle Schrebergärten sollen im Stadtbezirk erhalten werden. Zudem soll die Entsiegelung von Flächen vorangetrieben werden. Sollten Flächen in Nippes versiegelt werden, dann soll die Kompensation auf dem Gebiet des Bezirkes erfolgen. Zudem will das neue Bündnis die Kultur fördern und schließt auch den Karneval mit ein. Konkret soll auch die Tribüne auf dem Gelände des Rennbahnvereins gesichert werden und das Taj Mahal auf dem Wilhelmplatz attraktiver gestaltet werden.

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Im Bereich Wohnungsbau wollen die Partner erreichen, dass städtische Grundstücke nur dann abgegeben werden, wenn dort 50 Prozent geförderter und 20 Prozent preisgedämpfter Wohnraum entsteht. An der Schmiedegasse wollen die Koalitionäre eine Gesamtschule errichten und dafür auch in ihren Ratsfraktionen für entsprechenden Druck sorgen. Die Notfallpraxis im St. Vinzenz-Hospital soll erhalten werden.

In Nippes sollen mehr verkehrsberuhigte Zonen entstehen. Konsequent will man gegen das Gehwegparken vorgehen. Zudem sollen Parkplätze entfallen, die durch Quartiersgaragen erstetzt werden. So heißt es in der Kooperationsvereinbarung: „Wir werden Autoparkplätze auf kostbaren ebenerdigen Straßenflächen in Radabstellplätze und überhaupt zum Aufenthalt umwidmen. Nachdem Autoparkplätze entfallen sein werden, soll ein Teil durch möglichst privat betriebene, zahlungspflichtige, fassadenbegrünte, mit E-Ladestationen und reservierte Parkflächen für
stationsgebundene Car- und Rad-Sharing-Fahrzeuge versehene, Quartiersgaragen ausgeglichen werden.“

In Nippes sollen mehr und bessere Fahrradverbindungen entstehen. Der Niehler Gürtel soll zu einem Radschnellweg ausgebaut werden. Auf dem Gürtel soll, dort wo er für den Autoverkehr ausgebaut ist, je eine Fahrspur für den Radverkehr zur Verfügung gestellt werden. Damit soll die Ost-West-Verbindung gestärkt werden.

Vier Nord-Süd-Fahrradverbindungen sollen geschaffen werden:
1. entlang der Longericher Straße/Etzelstraße/Kempener Straße,
2. an der Neusser-(Land)straße,
3. der Emdener Straße und dem Weg entlang der Industriestraße/ Sebastianstraße/Niehler Straße
4. dem Niehler Damm/Boltensternstraße/Amsterdamer Straße.

Die Neusser Straße soll umgestaltet werden. Die Bürgerinnen und Bürger sollen beteiligt werden. Im Bereich des ÖPNV soll eine Taktverdichtung der Linien erfolgen und auf der Inneren Kanalstraße Buslinien eingerichtet werden. An der Niehler Straße sollen die beschlossenen Hochbahnhaltestellen schnell umgesetzt werden. Weiter heißt es in dem Papier: „Wir fordern eine Machbarkeitsstudie zur Öffnung der HGK-Eisenbahn-Westtrasse („Klüttenbahn“), wie sie die Bezirksvertretungen Lindenthal und Ehrenfeld schon beschlossen haben.“

Für den Autoverkehr soll in Nippes Tempo 30 gelten, Tempo 50 soll zur Ausnahme werden. Zudem sollen die Wohnviertel vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Zudem sollen Ampelschaltungen im Bezirk so umgestaltet werden, dass der ÖPNV Vorfahrt hat.

Autor: red
Foto: Diana Siebert, hier bei einem Interview im Studio von report-K, soll am 12. November zur Bezirksbürgermeisterin von Nippes gewählt werden.

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