Berlin | In den ersten neun Monaten 2016 sind beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 657.855 Asylanträge gestellt worden. Dies bedeutet einen Anstieg um 116,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mit. Entschieden hat das Bundesamt demnach in dem Zeitraum von Januar bis September 2016 über die Anträge von 462.314 Personen.

Dies bedeute einen Anstieg von 164,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 (174.545 Entscheidungen). 196.862 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (42,6 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 89.325 Personen (19,3 Prozent) subsidiären Schutz.

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Bei 7.144 Personen (1,5 Prozent) wurden Abschiebungsverbote festgestellt. Der Zugang von neu eingereisten Asylsuchenden sei in den ersten neun Monaten 2016 stark rückläufig: Die konsolidierte Zahl der im Kerndatensystem als Schutzsuchende registrierten liegt wegen der bekannten Eigenschaften des Easy-Systems niedriger: Sie liegt bei gut 213.000 Zugängen für die ersten drei Quartale. Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden in den ersten neun Monaten 2016 waren Syrien, Afghanistan und der Irak.

Autor: dts

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