Köln, 30.01.2006, 15:00 Uhr > Eigentlich ist die Feier des Reiterkorps immer eine kleine, feine und schöne intime familiäre Feier, gerade bei der Grossen Kölner. Aber im Jubeljahr ist das natürlich ganz anders. Freunde haben sich angesagt, die mitfeiern. Da ist das Gardekorps Assindia eigens aus Essen angereist und die Feier eröffnet. Im kleinen Gürzenich herrschte eine fröhliche ausgelassene Partystimmung.

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Eine ganze Stunde stand der Oecher Storm von 1881, das älteste Reiterkorps von Aachen, im Gürzenich Grill und spielte die Reiter heiß, ganz besonders rasant und toll war der Tanz der Marketenderin die eine wahnsinns Solo-Nummer auf dem schwierig zu tanzenden Steinboden zeigte. Dafür gab es frenetischen Applaus. Die Bengels heizten den Reitern dann nochmal richtig ein bevor die Grossen Kölner Landsknechte und die Domstädter Köln den Saal aufmischten. Die DJ´s Heinzi Hammer und Harald Hahn ließen die Reiterdamen und Herren das Tanzbein wirbeln.

22 Jahre im Rosenmontagszug mitgeritten

Eine passionierte Reiterin ist Frau Jordan, auch heute noch reitet sie leidenschaftlich gerne, nur auf dem Rosenmontagszug, das ist ihr dann doch ein wenig zu heikel. Auch wenn sie heute noch keinen Rosenmontagszug ausläßt. Sie will Platz für die Jugend machen, die ja nachdrängt, schließlich ist dies ja doch etwas ganz besonderes im Rosenmontagszug mitzureiten. Und wenn sie dann auf der Bühne steht und die Großen Kölner Reiterinnen und Reiter kommen, dann wird das „Herz ein wenig schwer und zugleich geht die Sonne auf“. Schöner kann man jecke Reiterleidenschaft nicht beschreiben, als Frau Jordan. Die natürlich immer zum Reiterball kommt, Freunde treffen. Die Disziplin im Reiterkorps findet sie bis heute toll, anders ginge das ja auch nicht, gemeinames Training, auch mit den Zugpferden, das ist wichtig. „Das Schönste war dann immer, wenn alle heil angekommen sind und nichts passiert ist“. „Das Reiterkorps ist ein eigener Kreis mit vielen privaten Freundschaften die ein Leben lang halten“ erzählt uns Frau Jordan.

Und wie sehen das die jungen Reiter der Grossen Kölner. Nina Scheiffarth, die seit ihrem sechsten Lebensjahr passioniert, reitet bestätigt die Worte von Frau Jordan nur aus einer anderen Perspektive. Im 12. Jahr reitet Nina Scheiffarth jetzt bei der Grossen Kölner im Rosenmontagszug mit. „Das macht super viel Spaß und als ich damals neu dazu kam wurde ich sehr warm empfangen. Ich wurde direkt aufgenommen, gehörte direkt dazu“. Die gemeinsamen Ausritte, das Training mit den Rosenmontagszugpferden, die Reitstunden, im Frühjahr das Quadrilla-Training, Reiterinnenherz ( oder besser Amazoninnenherz, so heißen die Reiterdamen bei der Grossen Kölner) was willst Du mehr. Und fügt Nina Scheiffarth mit leuchtenden Augen hinzu: „Das ist ein herrlicher Ausgleich zu meiner Büroarbeit und ich habe gute neue Freunde gefunden“.


Uli Diefenbach führte durch den Abend

Durch den Abend führte Uli Diefenbach, der Vorsitzende des Reiterkorps. Im Publikum konnte sich heute Dr. Joachim Wüst, Präsident der Grossen Kölner und Sitzungsleiter der Grossen Kölner erholen und hatte sichtlich Spaß an dem rundum gelungenen Abend.

Fazit: Die Grossen Kölner Reiter sind eine eingeschworene Gemeinschaft mit viel Stil und feiern können die, superb und heftig.

Impressionen







Für Statistiker: Grosse Kölner Reiterball im Gürzenich Grill am 28.1.2006-01-29

Andi Goral für report-K.de / Kölns Internetzeitung

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