Davit Melkonyan ist einer der Gründer des Orchestra Kairos, das im Jahr 2019 zum ersten Mal auf dem Fest für Alte Musik in Köln spielte. 2020 ist das Orchester unter dem Motto „Illusion und Rezeption“ zu Gast beim Festival, das 2020 unter dem Motto „Early Music: Reload“ steht. Mit Davit Melkonyan und Lola Soulier sprach Andi Goral über Fake-Music, Bach, Rudolf Lutz und Bruce Haynes.

Barocke Musik im 21. Jahrhundert
Das Orchester Kairos widmet sich barocker Musik, neu und alt. Zuerst als Ensemble gegründet besteht es mittlerweile aus 10 ständigen Künstlerinnen und Künstlern an Streichinstrumenten. Erweitert wird das Orchester um Blasinstrumente und andere Instrumente, wenn es das Werk fordert, erklärt Lola Soulier, die selber Oboe spielt.

Wie kann Musik alt klingen?
Das Konzert „Illusion und Rezeption“ am 25. März 2020 in den Balloni Hallen beschäftigt sich mit dieser spannenden Frage. Das Orchester Kairos spielt „alte Musik“ und „Fake Music“. Gemeint ist damit die „falsche“ barocke Musik, also die neuen Kompositionen in der Tradition des originalen Barocks, erklärt Mitbegründer des Orchester, Davit Melkouyan. Im Konzert wird vorher nicht bekannt gegeben ob das Stück alt oder neu ist. Die Besucherinnen und Besucher werden gefordert, ihre Sinne zu schärfen und vorurteilsfrei zu entdecken, welche Stücke alt und welche neu sind. Gespielt wird das 9. Brandenburgische Konzert von Bach und neue Adaptionen von Bruce Heynes, der eine Inspiration für das Orchester ist. Auch Werke des renommierten, zeitgenössischen Komponisten Rudolf Lutz werden aufgeführt. Das Konzert findet im Rahmen des „Early Music: Reload – Kölner Fest für Alte Musik“ (21.-29. März 2020) statt.

Autor: Andi Goral