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ebertplatz_25082019

Auseinandersetzung am Ebertplatz endet tödlich

Köln | aktualisiert | Ein Mann ist tot. Verstorben nach einer Auseinandersetzung auf dem Ebertplatz in Köln, gegen 5 Uhr. Auf dem Platz stehen Sichtschutzwände der Kölner Polizei und große Teile des Platzes sind rund um den Brunnen mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Die Polizei Köln teilte mittlerweile mit, dass es sich bei dem getöteten Mann um einen 25-jährigen Somalier handelt. 

4:45 Uhr beginnt ein Polizeieinsatz

Der Sprecher der Kölner Polizei vor Ort Rainer Frittmann schildert die Situation und spricht von einem Ursprungseinsatz: Eine Schlägerei vor der Gaststätte "African Drum" wird gemeldet. Als der erste Streifenwagen eintrifft läuft eine Menge Menschen, die sich bildete,  auseinander. Ein Mann bleibt am Boden liegen, so der Beamte. "Meine Kollegen leisteten sofort Erste Hilfe", beschreibt er die Situation. Ein Notarzt trifft ein, aber für den am Boden liegenden Mann kommt jede Hilfe zu spät. Er verstirbt auf dem Ebertplatz. An der Schlägerei sollen Schwarze beteiligt sein. Zum Toten kann die Polizei noch keine wirklichen Angaben machen, auch nicht zu seiner Identität. Allerdings seien Tatverdächtige festgenommen worden, wie viele aktuell, darüber kann oder will die Polizei noch keine Angaben machen.

5:45 Uhr Der Himmel wird hell über dem Ebertplatz

An der S-Bahn-Haltestelle Hansaring läuft ein Polizeieinsatz. Es wird jemand festgenommen, weniger später fährt der Gefangenentransporter mit Blaulicht am Ebertplatz vorbei. Dieser Einsatz stehe nicht im Zusammenhang mit der Tat am Ebertplatz, so die Polizei. Am Ebertplatz geht die Sonne langsam auf, noch beleuchten die Laternen und Einsatzleuchten den Platz. Mit viel Absperrband ist ein großer Bereich abgeriegelt und die Polizei mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort. Der Tote liegt unter schwarzem Plastik. Um ihn herum stehen Pylonen und die Polizei hat Sichtschutzwände aufgestellt. Rund um die Absperrungen viele Personen, die sich lautstark unterhalten. Einer von ihnen ist mit Kabelbinder an den Händen gefesselt.

Ein Mann meldet der Kölner Polizei verdächtige Personen im Umfeld seines Hauses. Ein Polizeihund kommt zum Einsatz. Die Kriminalpolizei ist vor Ort. Ob eine Mordkommission ermitteln wird, will der Pressesprecher der Kölner Polizei noch nicht bestätigen. Eine junge Frau mit roter Rose in ihrer Tasche geht vorbei, zückt ihr Smartphone und macht ein Foto der Szenerie. Auf einer Rasenfläche am Ebertplatz lagern Obdachlose und schlafen. Rund um den Ebertplatz ist es noch ruhig, lediglich in der unteren Ebene sind Stimmen zu hören.

6:30 Uhr Die ersten Hasstiraden werden geäußert

Die Sonne ist aufgegangen und es ist mittlerweile hell. Jetzt ist die schwarze Plane unter dem das Opfer liegt klar zu sehen. Zur Todesursache kann die Polizei bislang keine Angaben machen. Die ersten KVB-Busse rollen um den Ebertplatz, die Bauten auf dem Platz, die ihn beleben sollen, sind nun deutlich zu erkennen. Der Springbrunnen läuft noch nicht. Die Menschen vor der Absperrung sind weniger geworden. Ein Mann kommt auf seinem Fahrrad vorbei und sagt deutlich vernehmbar: "Direkt alle packen und abschieben. Deutschland ist zu harmlos. Alle in den Flieger und nach Hause." Weder kennt er die Umstände noch was genau passiert ist. Die Schuldigen scheint er aber schon zu kennen. Ein Mensch ist tot, von dem wir noch nicht einmal wissen, wer er ist. Es ist eigentlich ein Moment der Stille, des Innehaltens und nicht der des Hasses und der Vorverurteilungen.

Die Kölner Polizei gab weitere Einzelheiten bekannt

Bei dem getöteten Mann handelt es sich um einen 25-jährigen Somalier. Die Leiche werde heute noch obduziert und die Pressestelle des Polizeipräsidiums Köln spricht allgemein von tödlichen Verletzungen. Die Polizei nahm vor Ort zehn Personen fest, die sie als potenziell Tatverdächtig einstuft. Es wurde eine 20-köpfige Mordkommission eingerichtet. Weiter heißt es in der Mitteilung der Kölner Polizei: "Mit Blick auf die andauernden Ermittlungen, insbesondere die noch ausstehenden Vernehmungen der nicht aus Köln stammenden Festgenommenen mit Dolmetschern, wird die Polizei heute keine weiteren Aussagen zum Tatgeschehen machen."

Bereits im Oktober 2017 war ein Mann am Ebertplatz Opfer eines Gewaltverbrechens. Der Täter wurde zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Auf der Facerbookseite hat die Initiative Unser Ebertplatz ihr Titelmotiv in eine schwarze Fläche geändert.
 

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