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Hoch oben suchten die Kölner Feuerwehr-Einsatzkräfte nach Glutnestern

Höhenberg: Mietshausfassade in Vollbrand - Wohnungen unbewohnbar

Köln | Ergänzung 17.5., 11:25, 13:10 Uhr | 18.05, 17.50 Uhr | Die rückseitige Fassade eines Mietshaus in der Burgstraße in Höhenberg stand am Mittwochabend (16.5) in Flammen. Sechs Menschen wurden dabei schwer verletzt. Das Haus mit vielen Wohnungen ist unbewohnbar. Stadt und Feuerwehr kümmern sich jetzt um die Menschen, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. Die Polizei schliesst auf der Basis bisheriger Ermittlungen vorsätzliche Brandstiftung aus.

Aktualisiert am 18.5 18 Uhr: erste Ermittlungen haben jetzt ergeben, dass womöglich spielende Kinder das Feuer verursacht haben. Gegen 21 Uhr hatten die Kinder auf dem Balkon der elterlichen Wohnung an der Burgstraße eine Wunderkerze angezündet und dadurch einen unter dem Balkon befindlichen Wintergarten in Brand gesetzt. Von dort aus konnten sich die Flammen schnell bis zum Dachstuhl ausgebreitet. Bestätigt werden kann auch, dass das Mehrfamilienhaus aufgrund des Brandes nicht mehr bewohnbar ist. Sechs Bewohner wurden durch die starke Rauchentwicklung verletzt.

Weiträumig hatte die Kölner Polizei den Feuerwehreinsatz abgeschirmt. Plötzlich läuft ein Kind schreiend unter dem Absperrband durch und wird mit seiner Mutter von einer Beamtin eingefangen. Er hat seinen Hund gesehen, den gerade ein Feuerwehrmann aus dem Brandhaus herausführt. Mutter, Kind und Hund finden jaulend, schluchzend und heulend wieder zusammen im zuckenden Blaulicht und zwischen den mit schwerem Atemschutz ausgestatteten Einsatzkräften. Eine positive Geschichte an einem dramatischen Abend in Höhenberg. Viele Menschen aus dem Viertel beobachten die Arbeiten der Feuerwehr von einer Wiese aus, bieten dramatische Videos an und wollen dafür kleines Geld.

Sie sehen Feuerwehrmänner die händisch ganz oben die Dachhaut öffnen um an die letzten Glutnester zu kommen. Immer wieder lodern kleine Flammen auf. Als die Beamten eintrafen stand, so Einsatzleiter Philipp Hessemer, die rückwärtige Front in Vollbrand. Man geht davon aus, dass sich das Feuer vom ersten Obergeschoss bis unter die Dachhaut gefressen. Eine bettlägerige Frau und ihre Katze wurde von der Feuerwehr gerettet und in ein Kölner Krankenhaus eingeliefert. Mit ihr insgesamt sechs Menschen, die verletzt wurden.

Die Feuerwehr schätzt, dass das Haus nicht mehr bewohnbar sein wird. Wieviele Menschen betroffen sind ist schwer abzuschätzen, ein Mann sprach von 25 Wohnungen. Die Feuerwehr betreut zunächst in ihrem Rettungsbus, das Wohnungsversorgungsamt der Stadt alarmiert. Die Häuser rechts und links sind nicht betroffen, sie sind weiter bewohnbar. Die Polizei wird die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.

Ergänzung, 17.5.2012: Sieben Menschen im Krankenhaus

Bis in die frühen Morgenstunden, exakt 1:15 Uhr des heutigen Tages war die Kölner Feuerwehr in der Burgstraße vor Ort. Die Feuerwehr präzisierte mittlerweile ihre ersten Angaben zum Brand. Neben der bettlägrigen älteren Dame wurden zwei Katzen und ein Hund gerettet, die alle eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten. Sieben Personen mussten in Krankenhäuser.
Einsatzleiter Philipp Hessemer: "Bemerkenswert bei dem Einsatz war die enorme Brandausbreitungsgeschwindigkeit über die Gebäudefassade. Vermutlich durch eine hohe Brandlast auf den Balkonen konnten sich die Flammen vom ersten Obergeschoss bis unter das Dach in nur wenigen Minuten ausbreiten. Sämtliche Wohnungen wurden dabei brandbeaufschlagt und sind nicht mehr bewohnbar. Zusätzlich erschwert wurden die Löscharbeiten durch einen auf dem Balkon unsachgemäß gelagerten und während des Einsatzes berstenden Gasdruckbehälter, der den Flammen zusätzliche Nahrung gab. Nur durch die wirksam eingeleiteten Maßnahmen der Feuerwehr und etwas Glück sind bei diesem Einsatz keine ernsthaften Personenschäden zu beklagen."
Um 23:00 Uhr hatte die Kölner Feuerwehr das Feuer gänzlich unter Kontrolle. Rund 50 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwerh waren im Einsatz.

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