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Polizeipräsident Mathies bei der Präsentation der Unfallstatistik 2015

Kölner Polizei: Unfallstatistik 2015 – Ausblick auf die Verkehrskampagnen 2016

Köln | Die Kölner Polizei stellte heute die Verkehrsunfallstatistik für das Stadtgebiet Köln für das Jahr 2015 vor. Vergleicht man die Zahlen nur mit dem Vorjahr 2014, so ist in den Statistiken für die einzelnen ausgewiesenen Unfallbereiche bei vielen ein Rückgang zu verzeichnen. Sieht man die Entwicklung über die letzten zehn Jahre so verändern sich die Zahlen in der Summe kaum und bleiben bis auf Schwankungen auf einem hohen Niveau. Eines muss deutlich formuliert werden: Die Zahlen zeigen nicht das Leid, das Unfälle auslösen.

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Der Leiter der Direktion Verkehr der Kölner Polizei Martin Lotz

Im Jahresvergleich rückläufige Zahlen

Die Kölner Polizei formuliert Teile ihrer Statistik als Kernbotschaft. Einen Rückgang gab es im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr bei den tödlich Verunglückten, den schwer Verletzten, den verunglückten Radfahrern, den Verunglückten unter Beteiligung einer Straßenbahn und den Senioren. Dieser Rückgang ist bei allen Alterstufen festzustellen, mit einer Ausnahme. Die Zahl der verunglückten Kinder liegt wieder auf dem Niveau der Jahre 2011 bis 2013, nachdem in 2014 die Zahl besonders niedrig war. Auch in den Deliktfeldern Rotlichtverstöße, Geschwindigkeitsüberschreitung von KFZ und Alkohol waren die Zahlen der Verunglückten 2015 rückläufig.

Polizeipräsident Mathies und Polizeipräsident Lotz sehen mit Sorge die Entwicklung bei den Unglückszahlen der schwachen Verkehrsteilnehmer. Fußgänger und Radfahrer machen mehr als die Hälfte der schwer Verletzten aus. Bei den Getöteten sogar mehr als 65 Prozent.

Die Polizeibilanz zur Raserzene 2015

Alleine die Kölner Polizei hat 2015 über 90.000 Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dabei wurden 8.651 Verwarngelder, 2.053 Ordnungswidrigkeiten wegen überhöhter Geschwindigkeit und 192 Ordnungswidrigkeiten wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ausgesprochen. Insgesamt bilanziert die Polizei 70 illegale Autorennen, die von ihr 2015 festgestellt wurden. Die Polizei verhängte 458 Fahrverbote, stellte 152 Führerscheine sicher und ertielte 62 Strafanzeigen, etwa wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis oder gefährlichem Eingriff in den Sttraßenverkehr. Man habe insgesamt fast 12.000 Maßnahmen im Rahmen der Ermittlungen rund um die illegalen Rennen getroffen. Auch 2016 wird dies, so Polizeipräsident Mathies, ein Schwerpunkt polizeilicher Arbeit im Bereich Verkehr sein. Hier sieht Mathies auch Kooperationsoptionen mit der Stadt, etwa in der Ordnungspartnerschaft Ringe.

Autofahrer abgelenkt

Als Problemfeld definieren Mathies und Lotz, dass Autofahrer zunehmend während der Fahrt abgelenkt seien. Den Löwenanteil mache die Ablenkung durch Smartphones und Mobiltelefone aus, so die Beamten. Die unzulässige Nutzung von Smartphones habe zugenommen und werde ein Fokusthema ab Mai für die Schwerpunktkontrollen der Kölner Polizei sein. Die Kölner Polizei geht auch von einer hohen Dunkelziffer aus. Denn zwischen 2008 und 2015 sei die Zahl der Unfälle bei denen keine spezifische Ursache ermittelt werden konnte um fast 63 Prozent gestiegen. Mathies und Lotz gehen davon aus, dass hierzu auch viele Unfälle bei denen die Ablenkung durch ein Mobiltelefon stattfand, in der Statistik versteckt seien. 2016 will man daher eine Kampagne, neben „Köln steht bei Rot“, starten, die sich mit dem Thema Ablenkung im Straßenverkehr beschäftigt.

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