Köln Nachrichten Köln Blaulicht

sek_2842013

Kölner Polizei gelingt Ermittlungserfolg gegen die Mafia

Köln | Beamte der Kölner Polizei haben bei einer großangelegten Razzia gegen das Organisierte Verbrechen zahlreiche Objekte auch außerhalb Kölns durchsuchen lassen. Die Verdächtigen sollen in großem Umfang mit Drogen gehandelt haben. Auch in anderen Bundesländern sowie in Belgien und Spanien griffen die Sicherheitsbehörden durch.

Wie die Kölner Polizeibehörde am heutigen Mittwoch berichtete, startete die Razzia gegen 6 Uhr in der Früh. Parallel ermittelte auch die Staatsanwaltschaft Aachen gegen die Gruppe wegen Betrugs. In Köln lag der Schwerpunkt der Durchsuchungen. Die Ermittlungen begannen, nachdem die Polizei rund 80 Kilogramm Kokain in einem speziell dafür präparierten Pferdetransporter im Fährhafen Harwich in Großbritannien sicherstellte. Die Tatverdächtigen sollen bisher mindestens 23 solcher Transporte von jeweils 80 Kilo Kokain aus den Niederlanden nach England organisiert haben, so der Vorwurf der Ermittler.

Darüber hinaus hatte ein Teil der Beschuldigten ein bundesweites Firmengeflecht mit Auslandsbezügen aufgebaut. Über Strohleute sollen sie IT, Kommunikationsmittel, Fahrzeuge und Büroeinrichtung erworben haben. In dem Zeitraum seit Ende 2017 stellten die Ermittler 166 Betrugsfälle mit einem Schadensvolumen von mindestens 1,3 Millionen Euro fest.

Schaden in Millionenhöhe – Täter sollen der italienischen Mafia angehören

Die festgenommenen Verdächtigen sind sowohl italienische wie deutsche Staatsbürger, ihr Alter liegt zwischen 33 und 68 Jahren. Ein 45-jähriger Restaurantbetreiber aus dem Rhein-Erft-Kreis ist für die Behörden der Hauptverdächtige. Die Ermittlungen laufen über eine Ermittlungskommission (EK) namens „Falabella“ und das schon seit März 2016. Die EK ist beim Kriminalkommissariat 23 der Kölner Polizei als Fachdienststelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität aus Italien angesiedelt.

Insgesamt durchsuchten die Ermittler 35 Objekte, alleine 23 in NRW. Neben Köln befinden sich die Räumlichkeiten in Leverkusen, Aachen, dem Rhein-Erft- sowie dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Düren, Heinsberg, dem Rhein-Kreis Neuss und Recklinghausen. Vier weitere Objekte liegen in Berlin, vier weitere in Thüringen, zwei auf Mallorca (Spanien) sowie zwei im belgischen Verviers.Die Ermittler vollstreckten Vermögensarreste in Millionenhöhe. In Nordrhein-Westfalen und Berlin wurden sieben Haftbefehle vollstreckt.

Mehr als zwei Jahre intensiver Ermittlungen gegen das Organisierte Verbrechen

Seit mehr als zwei Jahren arbeiten die Sicherheitsbehörden in Deutschland, Italien, Niederlande und Belgien gemeinsam gegen Mitglieder des Mafiaclans San Luca aus Kalabrien. Dieser Clan ist nach Erkenntnissen der italienischen Behörden der `Ndrangheta zuzurechnen. Auch Bedienstete mehrerer Behörden stehen im Fokus der Ermittlungen, sie sollen Dienstgeheimnisse verraten haben.

14 Festnahmen bundesweit bei Großrazzia gegen Mafia

Bei der Großrazzia gegen die italienische Mafia in Deutschland hat es am Mittwoch 14 Festnahmen gegeben. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Nachmittag mit. Die Durchsuchungsmaßnahmen hätten sich gegen mutmaßliche Angehörige der `Ndrangheta wegen des Vorwurfs des Drogenhandels mit Schwerpunkt Kokain, der Geldwäsche sowie wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen kriminellen Vereinigung gerichtet.

Bislang werde in Deutschland gegen 47 Beschuldigte ermittelt. Über 440 BKA-Mitarbeiter waren am Mittwoch im Einsatz, 65 Objekte wurden durchsucht. Dabei wurden unter anderem hohe Bargeldsummen sowie mehrere Autos, die mutmaßlich als Kurierfahrzeuge genutzt wurden, sichergestellt.

Die Maßnahmen mit örtlichen Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen und Bayern dauerten am Nachmittag weiter an, so das BKA. Die Operation war Teil eines internationalen polizeilichen Großeinsatzes. Der Handel mit Rauschgift gilt als eine der Haupteinnahmequellen der Mafia. Schon während der Ermittlungen wurden europaweit rund vier Tonnen Kokain und beträchtliche Mengen Ecstasy/MDMA beschlagnahmt.

Im aktuellen Ermittlungsverfahren geht das BKA dem Verdacht nach, dass die `Ndrangheta 490 Kilogramm Kokain nach Deutschland geschmuggelt hat sowie für weitere Kokaineinfuhren in großen Mengen verantwortlich ist. Das BKA geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die durch den Drogenhandel illegal erworbenen Geldmittel dazu eingesetzt werden, in Deutschland Immobilien zu erwerben, darunter Restaurants, die zu Geldwäschezwecken gekauft und wiederverkauft werden.

Zurück zur Rubrik Köln Blaulicht

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Blaulicht

pol_presse_15022019

Köln | Im Vergleich zwischen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2014 und 2018 gibt es in Köln 31.764 Straftaten weniger in Köln. Auch die Gesamtbilanz der Polizei Köln unter Einbeziehung der Stadt Leverkusen, die zum Dienstbezirk der Behörde gehört, zeigt einen deutlichen Trend zu weniger Straftaten. Insgesamt gab es im Jahr 2018 in Köln 125.349 von der Polizei registrierte und aufgenommene Straftaten. Köln liegt damit auch im Trend von ganz NRW, das fallende Zahlen nennt. Schlechter schneidet die Kölner Behörde allerdings im Landesdurchschnitt bei der Aufklärungsquote ab.

Köln | Am heutigen Samstag gegen 0:40 Uhr kam es zu einem Streit zwischen mehreren Männern vor einer Gaststätte in der Schleiermacherstraße im Kölner Stadtteil Mülheim. Dabei wurde ein 28-jähriger Kölner durch eine Messerattacke eines 26-Jährigen lebensgefährlich verletzt. Nach einer Notoperation schreibt die Kölner Polizei sei der Gesundheitszustand des Mannes allerdings wieder stabil.

Polizei_NRW_3032012a

Köln | Die Zahl der Straftaten in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2018 insgesamt gesunken, so das Innenministerium des Landes NRW bei Bekanntgabe der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018. Allerdings ist die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gestiegen. Die Kölner Polizei will heute Nachmittag ihre Zahlen für das Kölner Stadtgebiet bekannt geben.

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Studierende beleuchten Europawahl 2019

europawahl2019_studentengruppe01

Studierende der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) beschäftigten sich im November 2018 mit europäischen Themen, wie Flüchtlings- oder Umweltpolitk sowie regionalen Förderprogrammen oder dem "Erasmus+"-Programm der EU. Am 26. Mai 2019 wählt Europa ein neues Parlament.

Hier gehts zum Spezial: Kölner Studierende blicken auf die Europawahl 2019 >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >