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Kölner Polizei unter Druck: Journalistenverband schaltet NRW-Innenministerium im Fall Widdersdorf ein

Köln | In Köln-Widdersdorf nahm die Kölner Polizei bei einem Einsatz wegen nächtlicher Ruhestörung einen Journalisten vorübergehend in Gewahrsam. Zudem entzogen die Beamten mehreren Personen unter anderem dem Journalisten sein Smartphone mit dem dieser den Einsatz der Beamten filmte. Medienberichten zufolge soll darauf dokumentiert sein, dass sich die Polizeibeamten nicht korrekt verhielten. Die Polizei Bonn ermittelt. Jetzt wendet sich der Deutsche Journalistenverband NRW direkt an den NRW-Innenminister und fordert Konsequenzen.

„Die Angelegenheit muss dringend aufgeklärt werden“, begründet Frank Stach, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes NRW das Schreiben an den NRW-Innenminister Herbert Reul. „Wir fordern die sofortige Einstellung der Ermittlungen gegen den Journalisten, der am Wochenende von der Kölner Polizei in Gewahrsam genommen worden ist.“ Die Polizeibeamten bei dem Einsatz in Köln-Widdersdorf leiteten Ermittlungen wegen „Aufzeichnung des nicht öffentlich gesprochenen Wortes“ geltend. Der DJV NRW sieht dies komplett entgegengesetzt und verurteilt aufs Schärfste die Beschlagnahmung der Handykamera des Beschuldigten und seiner Frau. Die Einschätzung des DJV-NRW: „Es ist nicht strafbar, einen Polizeieinsatz in der Öffentlichkeit zu filmen.“

Der DJV NRW fordert von NRW-Innenminister Herbert Reul den Fall unverzüglich aufzuklären und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

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