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Die Polizei Köln hat eine Gruppe von Navi-Dieben festgenommen. Das Bild zeigt die von der Kripo Köln beschlagnahmten Navigationsgeräte und Airbags, die der Bande zugerechnet werden.

Kripo Köln zerschlägt Bande von Navi-Dieben

Köln | aktualisiert | Bereits am Mittwochvormittag, 22. April verhaftete die Kripo Köln in einem Hotel vier Mitgliedern einer Diebesbande im Alter zwischen 19 und 24, die sich laut Polizeiangaben auf den serienmäßigen Diebstahl fest eingebauter Navigationsgeräte und Airbags aus hochpreisigen Fahrzeugen spezialisiert hatte. 

Den Ermittlungen zufolge waren Bandenmitglieder in der Nacht auf Samstag, 3. Januar ein BMW-Präsentationsgelände im Ortsteil Junkersdorf an der Bayerischen Allee eingebrochen. Dabei wurden allein 19 Fahrzeuge aufgebrochen und die Navis fachgerecht demontiert. Nach Angaben der mit dem Fall betrauten Kölner Kripo-Beamten des Kriminalkommissariats 74 benötigten Diebe wie die nun festgenommenen nur etwa drei bis vier Minuten zum Ausbau der Gerätschaften. Der Schaden - erheblich, da Kabel einfach durchtrennt würden. So entsteht laut der Köln Kripo im Schnitt ein volkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von 5.000 Euro pro Fahrzeug. Im Falle der Marke BMW würde dabei das gesamte Armaturenbrett beschädigt, Teile des für die Fahrzeugelektronik wichtigen Kabelbaumes einfach durchtrennt.

Mehrfach und in wechselnder Zusammensetzung seien Angehörige der Gruppe weit überörtlich bei Diebstahlsdelikten aufgefallen, so die Polizei Köln. Im Rahmen einer Verkehrskontrolle in Berlin am Montag, 13. April hätten Beamte zudem in einem aus Köln kommenden Reisebus eine Tasche mit zahlreichen gestohlenen Navigationsgeräten sichergestellt. Offenbar habe die Kölner Gruppierung beabsichtigt, ihre Tatbeute so nach Litauen zu transferieren, so die Polizei.

1200 bis 1300 Fälle jährlich in Köln

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Bild: Auch bei diesen sichergestellten Navigationsgeräten wurden Anschlusskabel durchtrennt, um deren Ausbau zu beschleunigen.

Ein Großteil der rund 1200 bis 1300 jährlich in Köln gestohlenen fest installierten Navigationsgeräte werde nach Litauen gebracht, von wo sie in einschlägige Märkte in Osteuropa gelangten oder auf Online-Plattformen als Gebrauchtware zu Preisen von rund 700 bis 900 Euro angeboten würden. Laut Einschätzung der Kölner Kripo-Beamten ist der überwiegende Anteil der online als Gebrauchtware angebotenen Navigationsgeräte Diebesgut. Die Täter seien generell keine Gelegenheitsdiebe sondern gingen professionell vor, arbeiteten "Bestelllisten" ab. Dafür reisten die Diebe extra nach Köln an, um dann, begleitet und geführt von in Köln lebenden Bandenmitgliedern, auf Diebestour zu gehen. Schwerpunkte für diese Touren seien der Kölner Westen sowie der Kölner Südwesten, so die Kripo.

Im Verlauf der Ermittlungen hätten die Fahnder Hinweise auf weitere Serientaten in verschiedenen Kölner Ortsteilen sowie im Rhein-Erft-Kreis zusammengefügt und zudem einen Unterschlupf der Bande in Eschweiler ausgemacht. Bei der dortigen Festnahme des verdächtigen Quartetts sei darüber hinaus umfangreiche, einschlägige Diebesbeute sichergestellt worden. Insgesamt waren laut Polizeiangaben bis zu 35 Beamte auf das jetzt festgenommene Diebesgespann angesetzt.

Am Donnerstag, 23. April sei ein entsprechnder Haftbefehl gegen die überführten Autoknacker erfolgt, so die Polizei. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Den vier Verdächtigen, die sich derzeit in Untersuchungshaft befinden, werden mindestens 40 Fälle von Autoeinbruch zur Last gelegt.

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