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Mitarbeiter der Stadtkämmerei im Dienst getötet

Köln | Am Freitag ist im Kölner Stadtteil Dünnwald ein städtischer Mitarbeiter der Kämmerei von einem 60-jährigen Tatverdächtigen mit einem Messer angegriffen worden. Der 47-Jährige erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Polizei und Kölner Staatsanwaltschaft haben eine Mordkomission eingerichtet.

Der städtische Mitarbeiter, der gemeinsam mit einer Kollegin unterwegs war, wollte in einem Mehrfamilienhaus in der Straße "Auf der Schildwache" eine offene Geldforderung der Stadt Köln eintreiben. Die beiden städtischen Angestellten betraten das Mehrfamilienhaus gegen 10:45 Uhr. Was sich dann genau zutrug, dazu machen Polizei und Staatsanwaltschaft keine Angaben und sprechen von Ermittlungen zu den Tatabläufen. Bekannt ist, dass der 47-Jährige mit einem Messer angegriffen wurde und ihm eine tödliche Verletzung zugefügt wurde. Rettungskräfte versuchten den Mann zu reanimieren, was aber nicht gelang. Seine Kollegin wurde mit einem Schock in eine Klinik eingeliefert.

Die ermittelnden Beamten gehen davon aus, dass der Tatverdächtige unter einer psychischen Erkrankung leidet. Die Staatsanwaltschaft wird eine Unterbringung in einer psychatrischen Einrichtung beim Amtsgericht beantragen. Der Mann war bereist im März diesen Jahres auffällig. Damals attackierte er eine städtische Mitarbeiterin mit einem Schraubendreher.

Städtische Mitarbeiter haben an Eigensicherungsseminaren teilgenommen

Die Stadt Köln teilt mit, dass 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Vollstreckungsabteilung, davon 70 im Außendienst arbeiten. Die Vollstreckungsbeamten entscheiden selbst nach Aktenlage ob sie einen Hausbesuch alleine, begleitet durch eine Kollegin und Kollegen durchführen oder die Polizei um Amtshilfe bitten. Alle Mitarbeiter nahmen 2019 an Seminaren zu Eigensicherung teil. Dort wird unter anderem vermittelt wie Gefährdungslagen erkannt werden, Außendiensteinsätze zu planen seien, Notwehr und Nothilfe sowie deeskalierende Kommunikation. Ganz praktisch wird das Freihalten von Fluchtwegen, die Beobachtung, Rückzugstaktiken oder Distanztraining geübt. Die Stadt verweist darauf, dass 2019 das Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit gegründet wurde. Derzeit würden neue Lösungen zur Sicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt werden. Die Stadtkämmerin enschied, dass am Montag, den 13. Dezember, die angekündigten Außendiensttermine nicht durchgeführt werden. Die Vollstreckungsabteilung ist außerdem an diesem Tag für den Publikumsverkehr geschlossen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker äußerte sich schriftlich über den städtischen Pressesprecher: "Dass einer unserer Kollegen im Einsatz für unsere Stadt durch einen Angriff sein Leben verloren hat, macht mich zutiefst betroffen und erfüllt mich mit großer Trauer. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Angehörigen unseres Kollegen – und bei den Kolleginnen und Kollegen der Vollstreckungsabteilung, die einen hoch geschätzten Kollegen verloren haben.“

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