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Tausende Jecken wollten in den Bahnhof aber die Polizei beriet im Einzelgespräch

Nachgefragt: Sperrung des Bahnhofsvorplatzes an Weiberfastnacht

Köln | Am gestrigen Abend sperrte die Bundespolizei für mehrere Stunden den Bahnhofsvorplatz des Kölner Hauptbahnhofes. [Report-K berichtete] Grund der Sperrung war ein herrenloser Trolley, der sich später als nicht gefährlich herausstellte. Es gab vor allem von den vielen Jecken Kritik an der schlechten Informationspolitik und teilweise herrschten vor den Absperrgittern chaotische Verhältnisse. Report-K fragte bei der Bundespolizei und der Deutschen Bahn nach.

Die Sperrungen erfolgten in der Trankgasse, der Domplatte und der Zugang zur Domtreppe wurde abgeriegelt. Auch die Domprobst-Ketzer Straße wurde abgeriegelt. Zum Zeitpunkt der Massnahmen an dem Trolley wurde auch die Bahnhofsvorhalle geräumt. Vor allem an der Trankgasse kamen tausende Jecken aus der Altstadt an, die in den Bahnhof wollten. An den Absperrungen gab es zunächst die Info, dass der Bahnhof gesperrt sei und man den Bahnhof Deutz über die Deutzer Brücke ansteuern solle. Später revidierte man dies und schickte die Menschen durch den Autotunnel der Trankgasse ohne diesen vorher für den Autoverkehr zu sperren und den Fußweg zu sichern. Auch eine für alle hörbare Durchsage wurde nicht durchgeführt. Die gesamte Einsatzleitung lag in Händen der Bundespolizei.

Die Bundespolizei schreibt auf Nachfrage von report-K: „Auf Grund eines auf dem domseitigen Bahnhofsvorplatz abgestellten Koffers erfolgten aus Sicherheitsgründen polizeiliche Maßnahmen. Dazu wurden unter anderem polizeiliche Absperrungen notwendig und Personenlenkungsmaßnahmen durchgeführt. Grundlage hierfür ist ein bestehendes Personenlenkungskonzept, welches mit den benachbarten Sicherheitsbehörden sowie dem Bahnhofsmanagement Köln abgestimmt ist. Dieses Konzept wird regelmäßig evaluiert und wenn erforderlich-, nachbereitet sowie überarbeitet.

Die domseitigen Eingänge in den Hauptbahnhof Köln waren auf Grund des Einsatzes für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt. Die Zugänge zum Breslauer Platz waren geöffnet, welche über die Trankgasse / Johannisstraße mittels Personenlenkung zu erreichen waren. Temporär konnten Reisende den Hauptbahnhof zusätzlich über die Zuführung des KVB-Tunnels in die Vorhalle erreichen.

Auf Grund der räumlichen Nähe zum Hauptbahnhof und entsprechenden Platzierung des Trolleys entschied der für diesen Einsatz zuständige Polizeiführer der Bundespolizei die Spezialkräfte anzufordern. Ein Lautsprecherwagen konnte nicht zeitgerecht zugeführt werden.

Dass Reisende zum Bahnhof Köln Messe Deutz über die Deutzer Brücke geschickt wurden, kann ich nach Rücksprache mit dem gestrigen Polizeiführer der Bundespolizei nicht bestätigen.“ [Hinweis der Redaktion: Die Redaktion hat auf Ihrer Facebookseite Videos veröffentlicht, wo diese Hinweise zu hören sind]

Die Deutsche Bahn AG bestätigt, dass es ein Sicherheits- und Notfallkonzept gebe, ob dies gestern zum Tragen kam, will man aus Sicherheitsgründen allerdings nicht preisgeben. Auch die Anzahl der Fahrgäste die an einem Tag wie Weiberfastnacht den Kölner Hauptbahnhof nutzen kann die Deutsche Bahn nicht angeben.

Der Bericht zur Lage am Kölner Hauptbahnhof gestern Abend von report-K finden Sie hier >

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