Köln Nachrichten Köln Blaulicht

waffen_alle_Iron-Bulls_OTS_

Die Polizei Köln veröffentlichte ein Lichtbild mit Waffen, die bei den heutigen Durchsuchungen gefunden wurden. [Foto: Polizei Köln]

Razzia bei den "Iron Bulls"

Köln | Heute Morgen wurden fünf Wohnungen, fünf Bordelle in Köln und dem Kölner Umland sowie das Vereinsheim der "Iron Bulls" in Humbold-Gremberg von der Polizei durchsucht. Hintergrund der Durchsuchung sind Ermittlungen wegen Menschenhandels, Zuhälterei und Raub gegen zwei Männer aus Köln, einen 40-jährigen Italiener und einen 43-jährigen Tschechen. Gegen beide wurde Haftbefehl erlassen. Die "Iron Bulls" rekrutierten einige ihrer Mitglieder aus der aufgelösten "White Army Cologne", einem Unterstützerclub der "Hells Angels".

Menschenhandel, Zuhälterei und Erpressung

Den beiden Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, die Kontrolle über mehrere Frauen ausgeübt zu haben, die im Auftrag der beiden in Wohnungsbordelle und Privatclubs der Prostitution nachgehen mussten. Die Männer behielten einen Großteil der Einnahmen der Prostituierten für sich und bestimmten über deren Tagesablauf, Aufenthalt und persönliche Kontakte. Der 43-jährige Tscheche hat den Ermittlungen zufolge darüber hinaus Frauen aus seinem Heimatland nach Deutschland gebracht und in verschiedenen Clubs in Deutschland und der Schweiz platziert.

Die beiden Hauptverdächtigen verbleiben derweil weiterhin in Haft. Es ist beabsichtigt, den 40-Jährigen wegen Menschenhandels, Zuhälterei, Erpressung und wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz einem Haftrichter vorzuführen. Gegen seinen Mittäter wurde bereits heute Morgen der Haftbefehl vollstreckt. Darüber hinaus haben die Ermittler in der Wohnung des 40-jährigen Italieners mehrere scharfe Waffen sichergestellt. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats 21 dauern weiterhin an.

Bei dem 40-jährigen Italiener handelt es sich um ein Mitglied der Straßengang "Iron Bulls", deren Vereinsheim in der Taunusstraße ebenfalls durchsucht wurde. Ihm und einem 32-jährigen Clubmitglied werden auch die Beteiligung an einem schweren Landfriedensbruch vorgeworfen. Sie stehen im Verdacht, gemeinsam mit 15 weiteren Angehörigen der "Iron Bulls" im Dezember letzten Jahres eine Altstadtkneipe überfallen und verwüstet zu haben. Die Mitglieder der "Iron Bulls" sind überwiegend Ehemalige der im letzten Dezember aufgelösten "White Army Cologne" – einem Unterstützerclub der „Hells Angels“. Hintergrund des Überfalls war nach derzeitigem Stand der Ermittlungen eine Vergeltungsaktion gegen die damals schon aufgelöste „Red Army Cologne“ - ebenfalls den Hells Angels nahestehend - deren Stammkneipe die überfallene Gaststätte bis Mitte 2011 war.

Polizeipropaganda?

Ein Mann aus dem Umfeld der „Iron Bulls“, der sich als Sprecher der Gruppe zu erkennen gab, erklärte gegenüber wartenden Journalisten vor dem Vereinsheim, dass es sich bei den Durchsuchungen um reine Polizeipropaganda handele. Die „Iron Bulls“ seien harmlos und würden für Sicherheit in der Nachbarschaft sorgen. Er selbst sei am Morgen vernommen worden und hätte er tatsächlich etwas mit Menschenhandel zu schaffen, wäre er bestimmt nicht wieder auf freiem Fuß, erklärte er selbst. Allerdings konnte er nicht erklären, wieso die Polizei Mitglieder der Gruppe per Haftbefehl sucht.

Zurück zur Rubrik Köln Blaulicht

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Blaulicht

pferd_hochwasser_bgl_25072021

Bergisch-Gladbach | Im Stadtteil Herkenrath in Bergisch-Gladbach rutschten eine Reiterin und ihr Pferd in ein rund 2 Meter tiefes Loch, nachdem ein Feldweg einbrach, der bei der Hochwasserkatastrophe mutmasslich unterspült wurde. Pferd und Reiterin sind wohlauf.

Köln | Der Unfall hat sich am Freitagmorgen gegen 9:10 Uhr auf der Luxemburger Straße kurz hinter dem Klettenberggürtel stadteinwärts ereignet. Eine 81-jährige Radfahrerin wurde beim dem Unfall lebensgefährlich verletzt. Heute ist sie in einer Kölner Klinik ihren Verletzungen erlegen.

pol_wa_pol_24072021

Köln | Jetzt gilt nur noch ein Mann aus dem Kreis Euskirchen als vermisst. Eine gute Nachricht der Polizei Köln, vor allem weil sich auch die Zahl der Opfer von 37 nicht erhöhte. Die Polizei warnt: Wer Waffen oder Munition findet soll die 110 wählen.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >