Köln Nachrichten Köln Blaulicht

hochwasser_pixa_18072021-04

Symbolbild

Rhein-Sieg Kreis und Kreis Euskirchen: Polizei erreicht viele Vermisste und beklagt Katastrophen-Tourismus

Köln | Es sind gute Nachrichten: Mehr als 700 als Vermisst gemeldete Menschen konnten die Einsatzkräfte mittlerweile telefonisch kontaktieren. Sie leben und sind wohlauf. Aber 150 Menschen sind nach wie vor vermisst und in Rheinbach fanden die Beamten eine weitere Tote. Plündereien gebe es aktuell keine, aber der Katastrophentourismus macht den Polizisten Sorgen.

37 Tote in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Euskirchen

Mit der Toten in Rheinbach erhöht sich die Zahl der Todesopfer der Hochwasserkatastrophe weiter. Zwei Menschen starben in Köln, 26 im Kreis Euskirchen und neun im Rhein-Sieg-Kreis, so die tragische Bilanz bislang. Noch immer suchen die Einsatzkräfte nach 150 Vermissten. Und weiterhin besteht in den Gebieten eine hohe Gefahrensituation für die Retter und Einsatzkräfte von Polizei, Bundespolizei, mit Unterstützung von Feuerwehr, Bundeswehr, THW und Hilfsorganisationen im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Euskirchen.

700 Menschen konnten die Kölner Ermittler telefonisch mittlerweile erreichen. Das ist eine wirklich gute Nachricht.

Plünderung und Katastrophentourismus

Von Plünderungen hat die Kölner Polizei bislang keine Kenntnis. Es habe zum Thema Plünderungen immer wieder Anrufe in den Leitstellen der Polizeien in Bonn, in Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis gegeben, aber vor Ort konnten die eingesetzten Beamten keine Feststellungen machen. Auch heute Nacht setzt die Polizei Beamte ein, um das Eigentum der von der Katastrophe betroffenen Menschen zu schützen.

Sorgen macht den Einsatzkräften der "Katastrophen-Tourismus". Menschen machen sich auf um in die Katastrophengebiete zu gelangen und dort als Gaffer oder Hobbyfotografen zu sensationellen Aufnahmen zu gelangen. Unter anderem setzen diese Schaulustigen Drohnen ein. Dies ist deutlich gesagt: widerlich. Alle die, die so ein Verhalten an den Tag legen, sollten sich einmal fragen, wie sie solche Gaffer sehen, wenn sie selbst betroffen wären. Und es erschwert die Arbeit der Rettungskräfte.

Die Kölner Polizei richtet daher einen dringenden Appell in 7 Punkten an die "Katastrophenbtourist*innen":

• Unterlassen Sie "Ausflüge" mit dem Motorrad, Auto oder Fahrrad in die Katastrophengebiete.

• Meiden Sie die abgesperrten Bereiche großräumig.

• Halten Sie die ohnehin nur eingeschränkt zur Verfügung stehenden Rettungs- und Zufahrtswege frei.
• Lassen Sie keine Drohnen oder andere Fluggeräte über den Einsatzstellen der Rettungskräfte steigen.

• Suchen Sie nicht selbstständig nach Hab und Gut in eingestürzten Gebäuden.

• Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.

• Halten Sie sich an die Anweisungen der Einsatzkräfte.

Zurück zur Rubrik Köln Blaulicht

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Blaulicht

schirftzugpolizei2572012

Köln | Bei einem Unfall am gestrigen Dienstagabend gegen 19:15 Uhr verletzte sich ein Motorradfahrer schwer.

Köln | In der Montagnacht drehte ein 32-jähriger Motorradfahrer auf der Universitätsstraße in Köln Sülz so richtig auf. 100 Stundenkilometer schnell soll der junge Mann gefahren sein, so Streifenbeamte.

pol_05022015f

Köln | Am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr näherte sich ein Mann einer 19-jährigen Frau in der Oberstraße in Köln-Westhoven und stieß sie zu Boden. Die junge Frau wehrte sich und der Täter ließ von ihr ab. Die Polizei vermutet ein Sexualdelikt und sucht nach dem Täter.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >