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In dieser Grube in einem Wald in Vogelsang fanden die Kinder im Mai 2017 den Schädel des Opfers.

Schädel von Vogelsang: Toter wahrscheinlich identifiziert - Tatverdächtiger festgenommen

Köln | Es ist der 24. Mai 2017, als die Kölner Polizei einen grausigen Fund meldet: Schulkinder haben in einem Waldstück an der Venloer Straße in Köln-Vogelsang einen menschlichen Schädel und Knochenstücke gefunden. [report-K berichtete >] Kurz darauf wird durch einen DNA-Vergleich klar, dass der Schädel zu einem Torso gehört, der in einem Müllsack im Rhein auf Höhe der Zoobrücke im Juli 2016 von Kindern gefunden wurde [report-K berichtete]. Jetzt ist das Opfer mit großer Wahrscheinlichkeit identifiziert: Es handelt sich um einen 28-jährigen Mann chinesischer Abstammung, der in Köln als Koch arbeitete. Anfang diesen Jahres nahm die bayerische Polizei in Rosenheim einen 36-jährigen chinesischen Tatverdächtigen fest.

Die Kölner Polizei spricht von aufwendigen rechtsmedizinischen Untersuchungen am Torso und den Knochen aus Vogelsang, die den Ermittlern halfen. Nur durch sie konnte festgestellt werden, dass das Opfer aus Asien stammen musste.

Zusammen mit diesem Hinweis führten weitere Ermittlungen und Zeugenaussagen die Kriminalbeamten zu einem Chinarestaurant in der Kölner Innenstadt. Dort war der 28-Jährige nach einem Streit mit einem Arbeitskollegen (36) Anfang Juli 2016 plötzlich nicht mehr zur Arbeit erschienen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Verdächtige seinen Kollegen in der Nacht vor dessen Verschwinden getötet und den Leichnam anschließend beseitigt hat. Dem gemeinsamen Arbeitgeber habe er am nächsten Morgen erzählt, dass sein Kontrahent nach einer Auseinandersetzung abgereist sei, um in einer anderen deutschen Stadt neu anzufangen.

Das Restaurant wurde zwischenzeitlich geschlossen. Der 36-Jährige hat vor seiner Festnahme ohne Anmeldung als Koch in Rosenheim gearbeitet. Die abschließende Identifizierung des Opfers steht noch aus. Seine mutmaßlichen Eltern haben in China eine Speichelprobe abgegeben, um einen DNA-Abgleich zu ermöglichen. Die Polizei Köln hat die chinesischen Behörden um die Übersendung der Proben ersucht. Diese sind bislang noch nicht in Köln eingetroffen.

Der anwaltlich vertretene Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft und bestreitet den Tatvorwurf. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, hat die Polizei die bereits am 26. Januar 2018 erfolgte Festnahme bisher nicht bekannt gegeben.

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