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Umfrage: Vertrauen der Deutschen in Polizei gesunken

Berlin | Das Vertrauen der Deutschen bundesweit in die Polizei ist im vergangenen Jahr gesunken. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Forsa-Instituts zum Vertrauen der Bevölkerung in nicht-politische gesellschaftlich relevante Institutionen im Auftrag der Mediengruppe RTL.

Im sogenannten "RTL/n-tv-Trendbarometer" gaben 78 Prozent der Befragten an, der Polizei zu vertrauen – fünf Prozent weniger als Anfang 2018. Damit hält sich die Polizei allerdings weiter auf dem ersten Platz der Ranking-Liste, knapp vor den Universitäten und Ärzten (je 77 Prozent). Am stärksten zurückgegangen ist das Vertrauen zum Papst (- 20 Punkte), zur katholischen (- neun) und zur evangelischen Kirche (- zehn) sowie zur Bundeswehr (- 13), zu den Schulen (- zehn) und – bei den Erwerbstätigen – zum eigenen Arbeitgeber (- neun).

Lediglich für Unternehmer und Manager gibt es in diesem Januar ein Vertrauens-Plus (je + drei Punkte). Bei beiden war allerdings das Image im Vorjahr stark eingebrochen. Zudem rangieren die Manager nur auf dem drittletzten Platz (neun Prozent), hinter Banken und Versicherungen (je 18 Prozent) und gleichauf mit dem Zentralrat der Muslime.

Als weniger vertrauenswürdig als die Manager sehen die Bundesbürger nur den Islam (sieben Prozent) und die Werbeagenturen (vier Prozent). "Seit über einem Jahrzehnt fragen wir die Deutschen, wie viel Vertrauen sie zu den relevanten gesellschaftlichen Institutionen haben. Eine derart flächendeckende Vertrauens-Erosion wie in diesem Jahr haben wir in diesem Zeitraum noch nie gemessen", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL. "Es wird deutlich, wie schädlich die mühsame Regierungsbildung und die für die meisten nicht nachvollziehbaren Streitigkeiten in Union und Koalition sowie die vielen Defizite in staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen für das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des Staates und anderer für das Funktionieren der Gesellschaft wichtiger Institutionen waren."

Die Daten für die Umfrage wurden vom 19. Dezember bis zum 2. Januar erhoben. Dabei wurden 2.515 Personen befragt.

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