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2712021_corona

129 Corona-Neuinfektionen am Dienstag in Köln bestätigt

Köln | 129 Kölnerinnen und Kölner erhielten am Dienstag die Bestätigung einer Coronavirus-Infektion. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Fünf Menschen verstarben im Zusammenhang mit dem Virus. Die 7-Tage-Inzidenz für Köln liegt im Zeitraum 20. bis 26. Januar bei 77,2. Deutschlandweit lag die Zahl der Neuinfektionen bei 13.202. Ein Berater von Bundeskanzlerin Merkel rechnet mit weniger Corona-Todesfällen und der Virologe Alexander Kekulé spricht sich für ein Ende des Lockdowns ab Mitte Februar aus. Die Übersicht zur Corona-Pandemie am Morgen.

243 Patientinnen und Patienten, davon 77 auf Intensivstationen, werden derzeit in Kölner Kliniken aufgrund einer Coronavirus-Infektion behandelt. Bei den Klinikzahlen werden nicht nur Personen mit Erstwohnsitz in Köln erfasst und die Stadt Köln meldete diese Zahlen gestern um 15:30 Uhr.

In den Kölner Alten- und Pflegeheimen sind derzeit in 23 Einrichtungen 112 Bewohnerinnen und Bewohner positiv getestet und 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert. An 60 Kölner Schulen werden 77 Schülerinnen und Schüler als infiziert gemeldet und an 10 Schulen sind 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert. An 11 Kindertagesstätten sind 14 Kinder und 19 Mitarbeitende an 18 Kitas infiziert.

RKI meldet 13.202 Neuinfektionen - Fast 1.000 Tote

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen 13.202 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 17,4 Prozent oder 2.772 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche, als 15.974 Neuinfektionen binnen eines Tages offiziell veröffentlicht worden waren. Insgesamt geht das Institut derzeit von rund 241.600 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 35.800 weniger als vor einer Woche.

Wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand. Außerdem meldete das RKI nun 982 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 5.202 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 743 Todesfällen pro Tag.

Am Vortag lag dieser Wert bei durchschnittlich 767 Corona-Toten innerhalb der letzten sieben Tage. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Mittwochmorgen 4.555 Covid-19-Patienten intensiv behandelt. Am Dienstagmittag waren es 16 mehr.

Merkel-Berater rechnet mit weniger Corona-Todesfällen

Der Berater der Bundeskanzlerin in der Corona-Pandemie, Kai Nagel, rechnet mit sinkenden Covid-Sterbezahlen im nächsten Monat. "Die Todeszahlen werden voraussichtlich im Februar sinken, wenn die aktuellen Restriktionen beibehalten werden. Schon jetzt geht die Zahl der Intensivbehandlungen zurück", sagte der Telematik-Professor und Mobilitätsforscher der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe).

Zwischen der Ansteckung und der Einlieferung auf die Intensivstation lägen in der Regel 10 - 14 Tage. "Die hohen Todeszahlen jetzt sind Folge der Ansteckungen an Weihnachten und Neujahr." Daran würden auch die Mutationen des Virus wenig ändern.

"Durch die Mutationen wird die Lage schlimmer bei sonst gleichen Bedingungen. Wenn wir aber diszipliniert bleiben, können die Inzidenzwerte ab Mitte Februar bei weniger als 50 wöchentlichen Fällen pro 100.000 Einwohnern bundesweit auf einem niedrigeren Niveau als heute bleiben." Dafür müsse man sich aber länger einschränken, weil die Zahlen sonst sofort wieder stiegen, ergänzte der Professor, der an der Technischen Universität Berlin lehrt.

Außerdem hält Nagel die neuen Virus-Varianten für nicht so infektiös wie bislang angenommen. "Die neuen Mutationen insbesondere aus Großbritannien sind nach neueren Studien nicht ganz so ansteckend wie ursprünglich befürchtet. Die höhere Ansteckungsrate liegt wohl nicht bei 70 Prozent, sondern eher bei 25 bis 30 Prozent", so der TU-Professor.

Er schränkte aber ein: "Doch auch damit ist das mutierte Virus für den Verlauf der Pandemie deutlich gefährlicher als die bisher bekannten Varianten."

Kekulé für Lockdown-Ende ab Mitte Februar

Der Virologe Alexander Kekulé hat sich trotz der Corona-Mutationen für ein Lockdown-Ende ab Mitte Februar ausgesprochen. "Ich halte es für möglich, dass ab Mitte Februar stufenweise Kitas, Schulen, Geschäfte, aber auch Restaurants wieder öffnen können. Nicht überall auf einmal, sondern anfangs nur in Regionen mit besonders niedrigen Fallzahlen und gut aufgestellten Gesundheitsämtern", sagte der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Auch Versammlungen von bis zu zehn oder 20 Leuten wären vorstellbar, wenn gleichzeitig neue Instrumente genutzt würden. Dazu gehörten Schnelltests und eine Online-Registrierung für Teilnehmer privater Veranstaltungen. Bei konsequenter Vorbereitung "können wir ab Mitte Februar den Lockdown beenden und auf eine weniger einschneidende Strategie umschwenken", sagte Kekulé der NOZ. "Die derzeitigen Maßnahmen reichen höchstwahrscheinlich aus, um die Fallzahlen dafür ausreichend zu senken."

Der Wissenschaftler plädierte für eine Schwelle von "bundesweit stabil deutlich unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner", wobei höhere Werte in einzelnen Regionen Lockerungen nicht blockieren dürften. In manchen Kreisen mit derzeit sehr hoher Inzidenz tendiere die Akzeptanz der Corona-Schutzmaßnahmen "offensichtlich gegen null", so Kekulé. "Der Strategiewechsel ist auch notwendig, um in kritischen Bevölkerungsteilen wieder mehr Akzeptanz für die Maßnahmen zu gewinnen."

Angesichts von Virus-Mutationen mahnte der Virologe zu mehr Tempo beim Impfen. "Wir müssen so schnell wie möglich impfen, weil sich das Virus ständig weiterentwickelt", sagte er. "Es ist nicht auszuschließen, dass die aktuellen Impfstoffe in Zukunft weniger gut schützen, auch Zweitinfektionen sind möglich."

Er verwies auf Angaben britischer Regierungsberater, wonach B 1.1.7 geringfügig schwerere Erkrankungen verursachen könnte als die bisherigen Virustypen. "Aber egal welche Variante gerade um das Haus schleicht: Ein explosives Wachstum wird nur zurückkehren, wenn wir für Corona leichtfertig eine Türe oder ein Fenster offen stehen lassen", sagte der Wissenschaftler.

Deutschland müsse auch angesichts der neuen Varianten "nicht in einen Dauer-Lockdown verfallen". Den Vorschlag seiner Kollegen Christian Drosten und Melanie Brinkmann, Corona praktisch auszumerzen, kritisierte Kekulé als völlig überzogen. "Beim Fahrplan der Null-Corona-Verfechter wären wir noch zwei bis drei Monate im Lockdown. Das hält niemand aus, und das ist weltfremd", sagte er. "Wir dürfen nicht am Reißbrett eine Strategie entwickeln, die den Faktor Mensch ausklammert." Hinzu komme, dass Corona bei offenen Grenzen sofort zurückkäme, und "der ganze Lockdown-Marathon wäre vergeblich".

Sein Vorschlag: "Wenn wir nicht `Null Covid`, sondern einen kontrollierten Gleichgewichtszustand bei niedrigen Inzidenzwerten anstreben, können wir eine gewisse Rate importierter Infektionen tolerieren." Allerdings müssten auch dafür Pendler strenger kontrolliert und auch Lkw-Fahrer regelmäßig getestet und mit einer Tracing-App erfasst werden, die den Standort des Fahrzeugs registriert. "Die Logistikunternehmen haben die GPS-Ortung bereits in vielen Lastwagen installiert", sagte Kekulé.

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