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06122018_Zuwendungsbescheid_Abstellanlage_KVB_Anemueller

Dr. Norbert Reinkober (rechts) und Jürgen Fenske (links) bei der heutigen Übergabe des Zuwendungsbescheids. Die Gelder sind für den Bau einer neuen Abstellanlage samt Zulaufstrecke gedacht.  Bild: KVB/Anemüller

15,8 Millionen Euro an Landesmitteln für neue Abstellanlage

Köln | Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sind bereits seit Anfang dieses Jahres in den Vorbereitungen für den Bau einer neuen Abstellanlage im linksrheinischen Stadtteil Weidenpesch. Nun hat das rund 67 Millionen Euro teure Ausbauprojekt eine millionenschwere Förderung durch den Nahverkehr Rheinland NVR erhalten.

Wie die Verantwortlichen von KVB und NVR bei der heutigen Übergabe des Zuwendungsbescheides betonten, ist die Maßnahme und mit ihr die Förderung nicht nur aus Sicht des Verkehrsunternehmens „wirtschaftlich und verkehrlich sinnvoll“. Das Gelände befindet sich unweit der heutigen Abstellanlage am Simonskaul im Stadtteil Weidenpesch. Das derzeitige Areal ist jedoch für die Unterbringung der inzwischen auf 382 Stadtbahnwagen angewachsenen Fahrzeugflotte viel zu klein geworden.

Großes Investitionsvolumen für die ÖPNV-Infrastruktur

Die neue Abstellanlage, die sich direkt neben der bereits bestehenden befindet, soll zudem eine neue, so genannte Zulaufstrecke erhalten. Die Kapazität der neuen Anlage wird bei 64 Stadtbahnfahrzeugen liegen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 67,5 Millionen Euro. Die Verantwortlichen von KVB und NVR, Jürgen Fenske und Dr. Norbert Reinkober, zeigten sich bei der heutigen Übergabe entsprechend erwartungsfroh.

„Wir freuen uns über die erneut nennenswerte Unterstützung des NVR. Mit der neuen Abstellanlage in Weidenpesch schaffen wir die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau unserer Leistungen. Von Weidenpesch erreichen wir schnell unser Liniennetz“, betonte KVB-Vorstandschef Fenske. „ Wir fördern den Bau der Abstellanlage, weil sie dem Ausbau des ÖPNV dient und die Angebote des Nahverkehrs verbessert. Hierdurch dienen wir dem Klimaschutz und der Luftreinhaltung in Köln, denn die Bürgerinnen und Bürger können sich durch die Nutzung der KVB umweltfreundlich verhalten. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Qualität und Zuverlässigkeit der KVB weiter zu verbessern“, ergänzte NVR-Geschäftsführer Reinkober.

Kein blankes Gebäude – Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle

Für den weiteren Ausbau des Kölner Stadtbahnverkehrs und die damit verbundene Ausweitung der Beförderungskapazitäten sei die Anlage zwingend erforderlich, reichen die Kapazitäten für die derzeit 382 Stadtbahnwagen umfassende Flotte nicht aus. Mit dem Neubauprojekt soll auch eine neue Abstellhalle mit 16 Gleisen, eine Waschhalle, verschiedene Technikräume, ein Fahrdienstgebäude sowie weitere Abstellgleise auf dem Außengelände entstehen. Außerdem wird auf dem Areal eine neue Lagerhalle entstehen, das als Ersatz für ein altes Holzlager dienen soll.

Die Gebäude selbst sollen energetisch optimiert werden. So soll auf dem Dach der Abstellhalle eine Photovoltaik-Anlage errichtet werden. Neben einer geplanten Dachbegrünung soll das aufgefangene Regenwasser zudem für die Waschanlage eingesetzt werden. Auch optisch soll das neue Gebäude etwas hermachen. Die Fassade soll mit Metall und Klinker gestaltet werden. Die ebenfalls geplante Zulaufstrecke soll südlich der bestehenden HGK-Trasse eine Länge von etwa 825 Metern haben.

Südlich davon soll eine Schallschutzwand entstehen. Die KVB konnte sich hier eine weitere Förderung in Höhe von sieben Millionen Euro nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz sichern. Damit liegt der Anteil der Eigenmittel der KVB nach derzeitigem Stand der Dinge bei rund 44,7 Millionen Euro.

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