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150 Menschen demonstrieren für den Erhalt der Notfallpraxis in Köln-Chorweiler

Köln | Die Initiatoren des Protests gegen die Schließung der Notfallpraxis im Kölner Stadtteil Chorweiler haben nach eigenen Angaben rund 6.000 Unterschriften für den Erhalt der Praxis gesammelt. Am Samstag demonstrierten, so die Aktivisten, 150 Menschen ebenfalls für den Erhalt.

Zum Hintergrund schreiben die Initiatoren: "Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) will die hausärztliche Notfallpraxis in Chorweiler zum 31. Dezember 2019 schließen. Ein wesentliches Hauptargument der KV zur Schließung der Praxis, ist die gesetzliche Pflicht, zukünftig alle hausärztlichen Notfallpraxen an ein Krankenhaus anzugliedern. Die aktuelle gesetzliche Regelung erlaubt aber auch Notfallpraxen außerhalb von Krankenhäusern."

Die Initiatoren stellen fest, dass der Stadtbezirk Chorweiler bereits heute haus- und fachärztlich unterversorgt sei. Sie beklagen, dass der Bezirk für junge Mediziner unattraktiv sei und sie fürchten eine Zwei-Klassen-Medizin. Zudem wird befürchtet dass eine Verlegung der Notfallpraxis vor allem die sozial Schwächsten trifft, die wenig mobil seien oder sich die Fahrt zu einer weiter entfernteren Praxis aus finanziellen Gründen nicht erlauben könnten.

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