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188 Corona-Neuinfektionen am Donnerstag in Köln

Köln | 188 Kölnerinnen und Kölner erhielten am Donnerstag, 21. Januar, die Bestätigung eines positiven Corona-Tests. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Drei Menschen starben gestern im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Köln. Die 7-Tage-Inzidenz für Köln liegt im Zeitraum 15. bis 21. Januar bei 92,7. Deutschlandweit lag die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen bei 17.862. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe will eine dritte Welle selbst bei einer hohen Zahl an Geimpften nicht ausschließen.

In den Kölner Kliniken werden derzeit 239 Menschen stationär behandelt, die eine Coronavirus-Infektion haben. 74 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut. Bei den Zahlen zu den Patientinnen und Patienten handelt es sich nicht nur um Menschen, die ihren Erstwohnsitz in Köln haben.

Impfkampagne für über 80-Jährige beginnt in Köln

Die Stadt Köln versendet seit gestern Briefe an Menschen, die über 80 Jahre alt sind, da diese nach den Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Kölner Impfzentrum geimpft werden sollen. Aktuell steht aber kein Impfstoff zur Verfügung, so dass die Impfkampagne der über 80-Jährigen frühestens am 8. Februar starten kann. In den Briefen wird beschrieben, wie der Impfprozess im Kölner Impfzentrum in der Kölnmesse ablaufen soll. Wichtig ist dabei, dass Impfungen nur nach vorheriger Terminvergabe durchgeführt werden können. Termine sollen ab dem 25. Januar vereinbart werden können. Allerdings können die Termine nur online oder über die Telefonnummer 0800/116 117-01 vereinbart werden. Dafür zuständig ist die Kassenärztliche Vereinigung. Die Impflinge erhalten dann zwei Termine. Der Brief wurde zudem in die Sprachen Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Türkisch übersetzt.

In den Kölner Alten- und Pflegeeinrichtungen sind in 37 Einrichtungen 131 Bewohnerinnen und Bewohner und 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.

RKI meldet 17.862 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen 17.862 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 20 Prozent oder 4.506 Fälle weniger als am Freitagmorgen vor einer Woche, als 22.368 Neuinfektionen binnen eines Tages offiziell veröffentlicht worden waren. Insgesamt geht das Institut derzeit von rund 275.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 39.300 weniger als vor einer Woche.

Die Dunkelziffer ist unbekannt, nach Meinung unterschiedlicher Experten könnte sie doppelt oder bis zu sieben Mal so hoch sein. Außerdem meldete das RKI nun 859 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 5.648 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 807 Todesfällen pro Tag.

Am Vortag lag dieser Wert bei durchschnittlich 843 Corona-Toten innerhalb der letzten sieben Tage. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Freitagmorgen 4.778 Covid-19-Patienten intensiv behandelt. Am Donnerstagmittag waren es 4.787.

BBK schließt dritte Infektionswelle nicht aus

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, hat eine dritte Corona-Infektionswelle selbst nach einem Impfen breiter Bevölkerungsteile nicht ausgeschlossen. Noch in diesem Jahr könnten in Deutschland alle Menschen geimpft sein, die das wollten, sagte Schuster der "Rheinischen Post" und dem "General-Anzeiger" (Freitagausgaben). "Aber wir sollten die Gefahr einer dritten Welle nicht unterschätzen. Selbst wenn wir sehr gut impfen, könnte daraus zu früh ein gewisser Leichtsinn entstehen." Das BBK habe in einer Risikoanalyse "mit der Möglichkeit einer echten dritten Welle und nicht nur einer verstärkten zweiten Welle gerechnet". Es brauche also unabhängig vom Impferfolg weiterhin Disziplin und Vertrauen.

Weitgehend Normalität im öffentlichen Leben erwartet der BBK-Präsident nächstes Jahr. "Vorher sehe ich das nicht. Vielleicht ist es im dritten oder vierten Quartal dieses Jahres geschafft, dass alle geimpft sind, die das wollen."

Der BBK-Präsident warnte jedoch vor Panikmache im Zusammenhang mit Berichten über mögliche Corona-Triagen in Deutschland. "Es gibt entgegen manchen Medienberichten keine Triagen in einem deutschen Krankenhaus", sagte Schuster den Zeitungen. Sein Amt mit Sitz in Bonn habe einen Überblick über die Lage in deutschen Krankenhäusern und bekomme "täglich den aktuellen Stand über die freien Kapazitäten an Intensivbetten und Beatmungsgeräten bundesweit".

Schuster sagte: "Und ich versichere Ihnen: Es wird nicht triagiert. Und wenn wir die erweiterten AHA-Regeln beherzigen, wird das auch weiter nicht notwendig sein." Der BBK-Präsident sieht auch nicht die Gefahr einer Triage in Deutschland, also die bewusste medizinische Auswahl von Patienten, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden während andere Patienten unversorgt blieben. Auf die Frage, ob er eine solche Lage befürchte, sagte Schuster: "Definitiv nein. Wir sollten alles im Kampf gegen die Pandemie tun, nur eines nicht: kopflos werden."

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