Köln Nachrichten Köln Nachrichten

32246264727757859191

„Achtung! Merkels Gäste schubsen“ – Plakate am Bahnhof Ehrenfeld

Köln | aktualisiert | Auf dem Bahnhof Ehrenfeld hat heute morgen eine Gruppe, die sich „Widerstand steigt auf“ nennt, Plakate mit der Aufschrift „Achtung! Merkels Gäste schubsen“ geklebt. Die Plakate wurden mittlerweile entfernt. Diese Internetzeitung erhielt ein Foto von den Plakaten heute morgen zugeschickt. Dabei kann der Satz durchaus in zweierlei Sinn ausgelegt werden. Die Kölner Polizei rechnet die genannte Gruppe "Widerstand steigt auf" dem Umfeld der identitären Bewegung zu. Diese ist seit vergangenem Monat stärker im Visier des Verfassungsschutzes und wurde vom Verdachtsfall zum Beobachtungsobjekt hochgestuft (report-K berichtete >). Hans-Peter Killguss von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) der Stadt Köln sagt auch die Gruppe "Widerstand steigt auf" bewege sich im Umfeld der Identitären Bewegung, sei aber eigenständig.

Die Kölner Polizei stellt fest, dass diese Art von Aufklebern oder Plakaten nicht justiziabel seien, da sie sich in einem Grenzbereich bewegten. Gerade das Umfeld der Identitären Bewegung achte genau auf die juristischen roten Linien, die das Gesetz vorgebe und lasse sich anwaltlich beraten oder habe Anwälte in ihren Reihen, so Szenekundige. So erfüllten nach Auffassung der Kölner Polizei diese Zettel auch nicht den Tatbestand der Volksverhetzung oder eine Aufforderung zu einer Straftat. Lassen sich diese Plakate oder Aufkleber rückstandsfrei entsorgen, sei noch nicht einmal der Straftatbestand der Sachbeschädigung gegeben.

Am 12. Juli schätzte die Kölner Polizei die Zahl der aktiven Mitglieder der Identitären Bewegung in Köln im unteren einstelligen Bereich ein, wie eine Nachfrage dieser Internetzeitung ergab. (report-K berichtete >)

„Widerstand steigt auf“ ist eine kleine Gruppe

Killguss von der ibs schätzt, dass die Gruppe „Widerstand steigt auf“ rund vier Mitglieder habe, aber dafür sehr aktiv sei. Diese kleine Gruppe stehe der Identitären Bewegung inhaltlich nahe, agiere aber eigenständig und es gebe keine personellen Überschneidungen zur Identitären Bewegung Köln. Diese so der Experte bestehe aktuelle aus rund fünf bekannten Mitgliedern. Zuletzt sei ein Foto aufgetaucht, dass fünf Personen der Identitären Bewegung Köln beim Plakatieren zeige. Die Gruppe „Widerstand steigt auf“ falle meist in der Innenstadt auf mit Aktionen gegen die von ihnen so titulierte "Lügenpresse" und Agitationen für eine freie Presse. Vor allem in der Schildergasse oder gegenüber des "WDR"-Funkhauses stehe die Gruppe und verbreite ihre Propaganda. Auch zur Europawahl waren vier Personen von „Widerstand steigt auf“ auf dem Alter Markt aktiv. Die Art und Weise wie die Gruppe ihre Themenfelder "Lügenpresse", "Manipulation" und "Geflüchtete" erinnere manchmal an die Propaganda von Verschwörungstheoretikern.

Die Bundespolizei Direktion St. Augustin bestätigt den Vorfall am Bahnhof Ehrenfeld. Eine Sprecherin: "Es ist derzeit nicht abschließend feststellbar, ob noch weitere Bahnhöfe in Köln oder NRW betroffen sind. Sofern Poster/Plakate im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei festgestellt werden, werden diese unverzüglich entfernt."

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

fuehlinger_see_03082018

Köln | Die Wasserqualität der Badeseen in Köln und NRW ist in der Regel gut. Das teilte heute das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz mit.

kuepper_preis_step_26052020

Der kritische Büttenredner Karl Küpper wird zu seinem 50. Todestag mit einer Gedenkplakette im Gürzenich und mit einem jährlichen Preis mit seinem Namen geehrt.

Köln | Karl Küpper war einer der besten und bekanntesten Karnevalisten und das weit über die Stadtgrenzen Kölns hinaus. Seine Büttenreden waren in den Sälen legendär. Küpper verstand die Karnevalszeit als Zeit der Kritik und der Meinungsfreiheit. Damit wurde er zum Vorbild weit über den Karneval hinaus. Trotz brutaler Repressalien und Redeverbots vonseiten des NS-Regimes vertrat der Kölner weiter offen seinen Standpunkt und zeigte damit ein hohes Maß an Zivilcourage. „Der Narr oder Karnevalist ist nicht nur zur Unterhaltung da, er hat auch eine soziale Aufgabe: nämlich der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und damit Missstände aufzuzeigen. Das hat Küpper gemacht wie kaum ein Zweiter“, sagt Bernhard Conin, Vorsitzender der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums.

laptops_jb_

Köln | Bei der Benefizaktion „Notgeld für Notleidende in der Corona-Krise“ konnte der Verein „Kunst hilft geben e.V.“ in vier Wochen 650 000 Euro sammeln, damit bedürftige Schüler Laptops erhalten können. Über 20 000 Schüler in Köln haben zuhause keinen Zugang zu einem Computer. Ein Missstand, der in Zeiten von Home-Schooling die Bildungskluft zwischen Kindern aus einkommensschwachen und einkommensstarken Haushalten weiter vertieft. Die ersten Laptops aus den Erlösen der Aktion sollen kommende Woche über verschiedene Vereine verteilt werden.

karnevals

Über 80 Karnevalsgesellschaften, Bands, Rednerinnen und Redner folgten der Einladung von report-K und plauderten am Roten Fass über die Session, das Motto, ihre Lieblingsveedel und mehr:

Der Kölner Karneval plaudert am Roten Fass von report-K.de, Kölns Internetzeitung über die Session 2020.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Fleumes filettiert

fleumes_filettiert

In der Gastkolumne „Fleumes filettiert“ blickt Gisbert Fleumes bei report-K auf liebevoll charmante Art und mit spitzer Feder auf Köln, das Stadtleben am Nabel des Rheins und mehr ...

Folge Eins: Wir sind Weiberfastnacht breit

KARNEVAL NACHRICHTEN

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >