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So soll der neugestaltete Schulkomplex in Köln-Mülheim nach seiner Fertigstellung einmal aussehen. Quelle: Vinci Facilities SKE GmbH

Bauarbeiten für ÖPP-Projekt in Köln-Mülheim starten diese Woche

Köln | Am heutigen Mittwoch beginnen die Arbeiten für die Ertüchtigung von gleich zwei Realschulen im rechtsrheinischen Stadtteil Mülheim. Die Elly-Heuss-Knapp-Realschule und die benachbarte Ferdinand-Lassalle-Realschule werden baulich zu einem neuen Ensemble.

Wie die Stadt Köln am gestrigen Dienstag in einer Pressemitteilung berichtete, ist das anstehende Bauprojekt das zweite aus dem vierten ÖPP-Paket, das die Stadt im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft realisieren will. Erst vor wenigen Tagen begannen die Arbeiten an der Ostlandstraße in Köln-Weiden, das dritte Projekt aus diesem Paket ist die Katholische Grundschule Wilhelm-SchreiberStraße in Köln-Ossendorf.

Alle drei Projekte (und der Betrieb der vier Schulen über einen Zeitraum von 25 Jahren) werden von einer Projektgesellschaft realisiert und betrieben, an der die beiden Firmen Vinci Facilities SKE GmbH und Peter Gross Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG beteiligt sind. Das Paket hat einen Gesamtumfang von 214 Millionen Euro und beinhaltet neben der baulichen Sanierung und Erweiterung der Gebäude auch deren Betrieb über ein Vierteljahrhundert. Die Gebäude selbst bleiben in städtischem Besitz, genauer im Bestand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gebäudewirtschaft.

Schulstandorte werden baulich zusammengeführt

Das Besondere an diesem Standort: Die beiden Mülheimer Schulgebäude stammen im Ursprung aus den Jahren 1954 bis 1968 und stehen unter Denkmalschutz. Neben der Generalsanierung der Bestandsgebäude soll auf dem Areal zwischen Jan-Wellem-Straße, Fürstenbergstraße und Lasallestraße ein gemeinsames Hauptgebäude neu errichtet werden. Dort soll neben einem Foyer mit Aula sowie Sport-und naturwissenschaftlichen Lehrräumen auch der Mensabereich für den Ganztagsbetrieb untergebracht werden. Die Bauzeit wird rund vier Jahre betragen.

Gleichzeitig soll der Schulbetrieb an beiden Realschulen weiterlaufen. Aus diesem Grund müssen Ersatzbauten errichtet werden. Mit der Baumaßnahme wird zudem das Areal neu arrondiert. Geplant ist ein Wechsel zwischen Blockrandbebauung und offener Bebauung, auch hin zum südwestlich gelegenen Mülheimer Stadtgarten. Dort soll nach Abschluss der Bauarbeiten ein großzügiger Platz entstehen. Die beiden Schulen werden allerdings weiterhin eigenständig bleiben, was auch die Anlage von zwei separaten Schulhöfen deutlich machen soll. Insgesamt werden dann an diesem Standort rund 1000 Schülerinnen und Schüler von 70 Lehrkräften unterrichtet.

Arbeiten beginnen mit Baumfällung

Die Bauarbeiten beginnen nun mit der Vorbereitung des Baufeldes für die Modernisierung der Realschulen. Im einem ersten Schritt lässt die Stadt 23 Bäume auf dem Schulgelände entfernen. Dies ist erforderlich, um Platz für die neuen Gebäude sowie den dringend notwendig Raum für die Zufahrten der Feuerwehr und Rettungsdienste zu gewährleisten. Während der Vorbereitung dieses Vorhabens und den darauffolgenden

Bauarbeiten wurden und werden umfangreiche, artenschutzrechtliche Prüfungen vorgenommen. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen 18 neue Bäume auf dem Grundstück gepflanzt werden. Zur weiteren Kompensation werden die verbleibenden Bäume vor Beginn der Bauarbeiten mit 19 zusätzlichen Nistkästen ausgerüstet. Weitere Pflanzungen auf Ersatzflächen, die im Rahmen der Genehmigung festgelegt werden, erfolgen an anderen Stellen im Kölner Stadtgebiet, hieß es dazu weiter.

Das vierte ÖPP-projekt (das erste stammt aus dem Jahr 2003, das dritte aus dem Jahr 2014) umfasst eine Schulkapazität von 2630 Schülerinnen und Schülern und rund 200 Lehrkräften. Trotz wiederholter Kritik an ÖPP-Maßnahmen hält die Stadt an der Argumentation fest, dass die Vergabe im Rahmen solcher ÖPP-Modelle Kostenvorteile für die Stadt bringt. Die resultieren nach offizieller Darstellung bei diesem Betreibermodell aus der engen Verbindung von Planung, Bau und Betrieb in einer Hand. Der Vertragspartner erbringt Leistungen, die die Stadt sonst selbst erbringen müsste, und er trägt die Risiken, so die Stadt abschließend.

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