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Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) zur Explosion im Chempark

Köln | Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) bezweifelt, ob die Sicherheitsanforderungen von Currenta und seinen Auftraggebern im Chempark ausreichen, um die um die Sicherheit der Arbeiter*innen und Anwohner*innen zu schützen. Die CBG fordert einen wirksamen Schutz für die Bevölkerung.

Heute kam es im Entsorgungszentrum des Chemparks in Leverkusen-Bürrig zu einer Explosion und anschließend zu einem heftigen Brand bei dem drei Tanks zerstört wurden. In dem Entsorgungszentrum werden unter anderem Abfälle aus der Produktion des Chemparks verbrannt. Die CBG sagt, dass 2019 BAYER seine CURRENTA-Mehrheitsbeteiligung an einen Finanzinvestor verkaufte. Der Chempark und seine Sondermüll-MVA werde rechtlich von CURRENTA betrieben. Vor rund zehn Jahren erteilte die Bezirksregierung Köln dem Unternehmen die Genehmigung, die Kapazitäten der Brennöfen im Entsorgungszentrum von 80.000 auf 120.000 Tonnen pro Jahr zu erweitern.

Das internationale Netzwerk der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) organisiert seit 1978 kritische Auseinandersetzung zu einem der großen Konzerne der Welt.

Die CBG merkt an, dass es sich bei dem Störfall heute nicht um den Ersten handele. 2011 regnete es Sand aus der Abluftanlage der Bürringer Currenta-Verbrennungsanlage. 2010 brannte es und 2009 traten Schadstoffe aus. CBG kritisiert, dass die Verbrennungsanlage von dichten Wohngebieten umgeben sei und mitten auf, beziehungsweise einer der "größten Giftmüll-Deponie Europas" stehe.

Marius Stelzmann von der CBG in einem schriftlichen Statement: "BAYER/CURRENTA spielen mit dem Feuer. Dieser Beinahe-GAU zeigt einmal mehr, welche Gefahr von Produktion und Entsorgung chemischer Stoffe ausgeht, wenn diese der Profitmaximierung dienen. Offenbar reichten die Sicherheitsanforderungen von CURRENTA und seinen Auftraggebern im Chempark erneut nicht aus, um die Sicherheit der Arbeiter*innen und Anwohner*innen zu schützen. Seit Jahrzehnten fordert die CBG: Wirksamer Schutz für die Bevölkerung muss her!"

„Für Windräder gelten gigantische Abstandsregeln, aber BAYER & Co dürfen in unmittelbarer Nähe zu Großstädten scheinbar tun und lassen was sie wollen. Dabei geht es hier um einen der größten Umschlagplätze für Chemiegifte in der Region! BAYER und CURRENTA müssen die Öffentlichkeit informieren, was da überhaupt explodiert und verbrannt ist und wie sie das in Zukunft verhindern wollen!“, ergänzt Simon Ernst, Vorstand der CBG in dem schriftichen Statement.

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