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Corona-Pandemie in Köln: Bei der Hälfte ist nicht bekannt wo sie sich infizierten

Köln | Der Krisenstab der Stadt Köln informierte heute die Öffentlichkeit über die Pandemielage in Köln. Nur bei der Hälfte der Neuinfizierten ist bekannt, wo und wie sie sich infizierten. Zudem steigen die Infektionszahlen in den Alten- und Pflegeheimen und die Zahl der Patientinnen und Patienten die in Kliniken und Intensivstationen verlegt werden müssen steigt deutlich.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht von einer sehr ernsten Lage und beruhigt gleichzeitig, wenn sie sagt, dass die Stadt Köln gut vorbereitet sei. Reker sagt: "Es ist fünf vor Zwölf, um einen erneuten Lockdown zu verhindern". Da sich das Infektiongeschehen beschleunigt, tagt der Krisenstab jetzt drei Mal die Woche. Eine Verschärfung der Maßnahmen, etwa das Vorziehen der Sperrstunde auf 21 Uhr, sieht Reker noch nicht, da sie abwarten will, wie die aktuellen Regeln sich auf das Infektionsgeschehen auswirken. Dies kann immer nur mit einer zeitlichen Verzögerung wahrgenommen werden. Reker appellierte an die Kölnerinnen und Kölner die Kontakte auf das engste private Umfeld zu begrenzen. Allerdings weiß die Stadt Köln nur von rund einem Drittel der Infizierten, dass sie sich im privaten Umfeld ansteckten.

Hälfte der Ansteckungsorte unklar

Die Stadt Köln kann aktuell nur bei jedem zweiten Infizierten sagen, wo sie oder er sich angesteckt hat. Alle anderen Kölnerinnen und Kölner wissen es schlicht nicht oder sagen es nicht. Die Stadt unterstellt hier den Bürgerinnen eine Art Verweigerungshaltung. 35 Prozent haben sich im privaten oder sozialen Umfeld infiziert. Je rund 7 Prozent sind Reiserückkehrer/innen oder haben sich am Arbeitsplatz angesteckt.

Situation in den Krankenhäusern und im Rettungsdienst

In den Krankenhäusern und Kliniken sowie im Rettungsdienst seien noch ausreichend Kapazitäten vorhanden. Aber auch hier zeigen die Kurven bei den Einweisungen deutlich nach oben. Dazu gibt es einen Unterschied zum Frühjahr. Damals wurde der Regelbetrieb in den Krankenhäusern heruntergefahren, um Platz für COVID-19-Patientinnen und Patienten zu schaffen. Das findet derzeit nicht statt. Daher warnt die Stadt vor Störungen bei der Aufnahme von Patienten oder Intensivpatienten. Hier will sich Oberbürgermeisterin Reker bei der Landes- und Bundesregierung dafür stark machen, dass der Regelbetrieb heruntergefahren werden kann und dennoch die Finanzierung der Kliniken gesichert bleibt indem Land und Bund einspringen.

Die Situation in den Alten- und Pflegeheimen

Auch in den Alten- und Pflegeinrichtungen im Kölner Stadtgebiet ist ein deutlicher Anstieg zu spüren. 74 Bewohnerinnen und Bewohner aus 42 Einrichtungen von denen 17 in Krankenhäusern sind, verzeichnet die Zählung des Kölner Gesundheitsamtes. Zudem sind 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen infiziert und sechs von ihnen befinden sich auf Intensivstationen. Die Stadt will noch keine weiteren Einschränkungen für diese Einrichtungen und setzt hier auf die Schnelltests, die jetzt finanziert sind. 85 Menschen aus den Einrichtungen starben bisher in Köln, 83 Bewohnerinnen und Bewohner und 2 Mitarbeitende.

Die Schulen und Kitas

Es sind Herbstferien und dennoch befinden sich 82 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne aus 64 Schulen. 16 Kinder aus 14 Kitas und 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 19 Kitas sind mit dem Virus aktuell infiziert.

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