Köln Nachrichten Köln Nachrichten

demo_24102015

Demonstration gegen Asylverschärfungsgesetz und Köln 2.0: „Solidarität muss politisch werden“

Köln | Mit einem mehrstündigen Marsch durch die Kölner Innenstadt demonstrierten heute rund 1.500 Menschen gegen das am 1. November in Kraft tretende Asylverschärfungsgesetz und die morgen in Köln stattfindende „Köln 2.0“ Kundgebung, die an die rechtsextreme „HoGeSa“ erinnern will. Die Demonstration verlief bis auf einen Zwischenfall am Kleinen Griechenmarkt an einer Gaststätte friedlich.
---
Ein Video der Demonstration finden Sie auf der Facebookseite von report-k >
---
Fotostrecke: Die Demonstration gegen das Asylverschärfungsgesetz >
---

Am Kleinen Griechenmarkt provozierten einige Gäste die Demonstration. Die Polizei riegelte den Zugang ab. Die Demonstration zog weiter. Inhaltlich setzte man sich mit dem  Asylverschärfungsgesetz auseinander und der politischen Seite der Flüchtlingskrise. Es gab viel Kritik an der Bundesregierung und an der Unterteilung in Wirtschafts- und politische Flüchtlinge. Für die Sprecher und Demonstranten sind alle Flüchtlinge „Politisch“. Claus-Ulrich Prölß, Geschäftsführer des Kölner Flüchtlingsrates sprach davon, dass auch die „Solidarität politisch werden muss“ und man den Menschen nicht nur praktisch helfen muss, sondern auch eine politische Veränderung nötig sei. Prölß spricht beim neuen Asylverschärfungsgesetz von einem rassistischen Gesetz und hält es für zum Teil Verfassungswidrig. Es beteiligten sich viele unterschiedliche Gruppen an der Demonstration und teilweise gab es von den Umstehenden, wie an der Maastrichter Straße spontanen Applaus.

Ein Sprecher der Initiative Kein Mensch ist illegal machte die Europäer und Amerikaner für die weltweiten Kriege durch ihre Waffenlieferung und Ausbeutung, wie etwa der seltenen Erden, verantwortlich. Damit hätten die Menschen in ihren Herkunftsländern jede Perspektive verloren. Die Flüchtlinge müssen in den Städten integriert werden und die Kinder zur Schule gehen. Eine Forderung die man auch an die Stadt Köln stellte. Der wirft man vor zu schwerfällig zu reagieren und keine tragfähigen Konzepte zu haben.

Es gab klare Worte gegen die Neuauflage der „HoGeSa“ als „Köln 2.0“-Veranstaltung und Rassismus, den man kategorisch ablehnte. Man verurteilte den Anschlag auf Henriette Reker und sprach davon, dass der Attentäter schon als „Messerstecher“ in der Szene in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt gewesen sei. Man wirft denn staatlichen Behörden vor auf dem rechten Auge blind zu sein und zu wenig gegen Rechtsradikale unternommen habe und unternehme. Die rechtsextremen Täter seien brandgefährlich, so die Einschätzung einer Sprecherin.
Die Demonstration endete am Kölner Neumarkt.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

D_Polizeiabsperrung_03012017

Köln | aktualisiert | Am heutigen Donnerstagvormittag, 29. Juni, ist im Bereich westlich der Fygen-Lützenkirchen-Straße in Köln-Niehl ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es handle sich um eine Zehn-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart. Der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln ist vor Ort und sichert die Fundstelle. Der Evakuierungsradius wurde mit 500 Metern rund um den Fundort festgelegt. Die Bombe wurde gegen 14 Uhr entschärft.

stadtmuseum_ehu_29_06_17

Köln | Nach einem Wasserschaden bleibt das Kölnische Stadtmuseum im Zeughaus für drei Monate geschlossen. In der Nacht zum vergangenen Montag war es durch einen technischen Defekt zu einem Wasserrohrbruch gekommen, das Wasser stand knöchelhoch in der Dauerausstellung.

panorama_esten_koeln2005

Köln | Anlässlich der Räumung eines Hochhauses in Wuppertal gibt die Stadt Köln einen Überblick über die Situation bei den Hochhäusern in Köln. In Köln gibt es rund 420 Hochhäuser, mit mehr als 22 Metern Höhe. Diese werden, nach Angaben der Stadt, in der so genannten Brandverhütungsschau durch die Berufsfeuerwehr regelmäßig, in der Regel alle drei Jahre, kontrolliert.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets